Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

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Moderator: Hausgeburtsforum

NIKE

Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon NIKE » So 10. Mär 2013, 22:00

Midike wieso kommst du auf die Idee wir wollen ihr ein schlechtes Gefühl vermitteln?

Sie stellt ihren Bericht herein, wir lesen und es hat Wirkung auf uns..........

Dürfen und müssen wir nur höflich Gratulieren, weil man das so macht? Dürfen wir nicht hinterfragen wie sie sich fühlte und es sah, weil einige das hier anders wahrnehmen?

Ich hab kein Problem damit wenn ein Frau im KH geboren hat, oder auf der Wiese im Auto oder sonst wo :? aber diese Rubriken sind nicht nur zum höflich Gratulieren da :) Und ja es gibt genügen Frauen die KH total super und für sich in Ordnung finden, auch das ist absolut OK.

Auch in der Hausgeburtsberichten wirst du kritische Fragen finden, wenn du dir die Kommentare alle durch liest. :rainbow:

Katti
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Katti » So 10. Mär 2013, 23:57

Ich freu mich, wenn ein neuer Erdenbürger geliebt wird und gratuliere auch erst einmal. :hearts:

Aber auch ich bin über den Bericht etwas irritiert. Ich mein, wir sind hier im Hausgeburtsforum und da geht man eben auch mit anderen Erwartungen heran. Die meisten, die hier sind, wissen über gewisse Risiken, auch die z.B. einer PDA, Bescheid und da ist es doch etwas seltsam, wenn hier jemand schreibt, wie toll das alles war.

Nichts gegen die Geburt im KH. Eine Hausgeburt ist halt nicht für jede Frau denkbar, muss es ja auch nicht. Nachdenklich stimmen die ganzen Eingriffe, die als normal empfunden werden, ohne sich Gedanken darüber gemacht zu haben. Deswegen ist es natürlich interessant zu wissen, wie Pietensmama jetzt, wo sie hier ja deutlich andere Geburtsberichte lesen kann, über ihre Geburt so denkt.
Sohnemann (2007, KH)
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Das Reh springt hoch, das Reh springt weit.
Warum auch nicht - es hat ja Zeit!
Heinz Erhardt

Ferun

Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Ferun » Mo 11. Mär 2013, 08:14

Semmel, sehr schön geschrieben!
Wir sind nunmal alternativ, kritisch und hinterfragen gern. Und so wird es auch bleiben. Wer sich bei Urb*a und Co besser aufgehoben fühlt oder mit unserer Art nicht klar kommt, derjenige sollte sich die Frage stellen, ob er hier richtig ist.
Wir sind nunmal kein AllesIstSchönMainstreamForum, und das ist auch gut so.

katjuscha
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon katjuscha » Mo 11. Mär 2013, 09:20

Richtig. Midke, du findest es nicht befremdlich, dass eine Frau ihrem Kind ohne nachzudenken PDA etc. zumutet?
Was kommt bei diesem denkfaueln Verhalten als nächstes? Nicht stillen, schreien lassen, Kindergarten ab 1 jahr...etc..natürlich, macht doch jeder so. Ohne nachzudenken. Logisch, dass man sowas hier kritisiert. Damit musste sie ja rechnen, immerhin hat sie es ins Hausgeburtsforum gepostet...oder hat sie etwa nicht weiter darüber nachgedacht?
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Schneekönigin
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Schneekönigin » Mo 11. Mär 2013, 15:00

Erstmal freut es mich, dass sie kein Trauma mitgenommen zu haben scheint, von dieser Standart-Klinik-Entbindung. Ich kann es irgendwie ein bisschen nachfühlen. Man bekommt ein Kind, gibt vieles/alles ab, fügt sich in den Ablauf ohne ihn zu hinterfragen und ist froh, weil das Kind gesund da ist und man eben nicht die Trauma-Geburt hatte, die viel zu viele hatten.
Auch wenn bei mir weit weniger und trotzdem noch viel zu viel interveniert wurde, habe ich meine Geburten lange als schön empfunden, weil man nur die Schauergeschichten der anderen kennt.
Dann liest man hier, informiert sich und stellt fest, wie blöd dann doch alles gelaufen ist. Wie risikobehaftet Einleitungen sind, wie unsinnig Fruchtblasensprengungen und Wehentröpfe sind und welche Gefahren dadurch auch lauern. Unterm Strich bleibt dann das Gefühl einfach riesiges Glück gehabt zu haben, dass all die Intervention sich nicht negativ ausgewirkt hat.
Was mich ein wenig an dem Bericht irritiert ist die Tatsache, dass er so "nüchtern" und "unbeteiligt" klingt. Anders kann ichs grad nicht ausdrücken, aber vielleicht hat für viele die Geburt auch nicht den emotionalen Wert, wie für mich.
* 04/08 7. SSW
Winterling 28.02.09 einfache, spontane Belegeburt im KH
Schneeprinzessin 02.01.11 schnelle, spontane Beleggeburt im KH
Schnuppe 01.05.13 traumhafte, unkomplizierte Alleingeburt im Pool
Blümchen 19.08.15 erkämpfte, wundervolle Alleingeburt im Pool

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midike
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon midike » Mi 13. Mär 2013, 14:16

Ich finde wenn ein Geburtsbericht mit brrr kommentiert wird ist das nicht in Ordnung. Egal ob hier oder in einem anderen Forum.

Hibbeltrine
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Hibbeltrine » Do 21. Mär 2013, 22:41

Richtig. Midke, du findest es nicht befremdlich, dass eine Frau ihrem Kind ohne nachzudenken PDA etc. zumutet?
Was kommt bei diesem denkfaueln Verhalten als nächstes? Nicht stillen, schreien lassen, Kindergarten ab 1 jahr...etc..natürlich, macht doch jeder so.
Also, das sind jetzt aber Unterstellungen.

Und was heißt hier "denkfaules Verhalten"? Sind nicht viele von uns erstmal diesen Weg gegangen, haben im KH entbunden, weil uns weiß gemacht wurde, es wäre so sicher, haben eine PDA und ähnliches mitgenommen, weil E*LTERN & Co., z. B. im Vorbereitungskurs oder am ach so tollen Show-Abend im Krankenhaus _nichts_ über die Gefahren gesagt wurde? Viele von uns sind erst dann auf den HG-Trichter gekommen, weil sie _danach_ hinterfragt hatten, aber da waren sie schon traumatisiert. Das ist vorher doch gar nicht abzusehen.

Und ich verurteile niemanden, weil er (oder in dem Fall sie :D ) seinem Kind eine PDA zumutet. Schlecht für die Geburt, Eingriff, Mutter-Kind-Kontakt während der Geburt geht verloren, Kind muss alleine arbeiten usw. Ich weiß. Die meisten PDAs resultieren aber schon als Folge eines anderen KH-Eingriffs: Des Wehentropfs. Der so künstliche und fiese Wehen erzeugt, dass frau irgendwann vielleicht einfach nicht mehr kann (dazu noch Faktoren wie fremdes, ständig wechselndes Personal usw).

Ja, wir sind hier das Hausgeburtsforum und hier, weil wir von dieser Geburtsmethode überzeugt sind. Und ja, man kann versuchen, zum Nachdenken anzuregen. Aber diese Anregungen zum Nachdenken und viele viele gute Infos wird die Threadstarterin hier überall im Forum alleine finden. Und dann von selbst vielleicht darauf kommen, dass ihre Geburt krankenhaustypisch, möglicherweise sogar noch glimpflich für ein KH, ablief, aber das eben nicht alles optimal war.
Natürlich kann hier jeder kommentieren. Die Frage ist aber, ob das in dem Fall, wenn eine neue, anfangs überzeugte KH-Mutti ins Forum kommt, Sinn macht. (Anders ist es z. B. im Thread "traumatische GEburtsberichte", wo die Mütter von sich aus schon schreiben, dass was ganz gewaltig schief lief, da geht es um Aufarbeitung.
Pietensmama muss das wie eine geballte Front erscheinen, die ihr die Geburt madig reden will. Informationen findet sie hier in Hülle und Fülle. Lasst sie die doch selbst suchen, ich glaube, damit ist mehr Nach- und vielleicht sogar Umdenken erreicht, als wenn jeder hier schreibt, was an dieser Geburt alles schlecht war (ich gehe inhaltlich mit Semmel konform was die "geistige Anwesenheit" bzw. das Einlassen auf die Geburt betrifft).

@Pietensmama: Herzlichen Glückwunsch zum Sohnemann!! :wolke: :herzen: :love: :rainbow: :blume:
- Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd (William Shakespeare) -

Es grüßt die Trine (Boardgrantlerin)

Emma 10/06, KH mit allen Schikanen
Linus, Sternenkind 04/13,
Magdalena 03/14 Hockergeburt, heilend

Ireen86
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Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Ireen86 » Fr 22. Mär 2013, 09:44

:gut.

Finde ich gut, dass du das so gesagt hast!

pietensmama: Gratuliere zur Geburt! :blume:

Flocke123
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Registriert: Do 2. Jul 2015, 22:19

Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Flocke123 » Do 9. Jul 2015, 15:38

Ich finde wenn ein Geburtsbericht mit brrr kommentiert wird ist das nicht in Ordnung. Egal ob hier oder in einem anderen Forum.
Sehe Ich auch so.

Muttertier

Re: Mein Vorzeitiges und doch verspätetes Christkind

Beitragvon Muttertier » So 12. Jul 2015, 08:04

Ach jo, ich finde es auch unnötig, einer Mutter hinterher ja fast schon vorzuwerfen, was sie sich und ihrem Kind angetan hätte, mit so einer Geburt. Ihr Bericht hätte so fast von mir sein können - und ich war ganz und gar nicht traumatisiert, noch empfand ich irgendwas als fremdbestimmt.
Man muss bedenken, nicht jeder hat so eine furchtbare Aversion gegenüber der Medizin. Nicht jeder ist so schrecklich unverständlich gegenüber grantigen Ärzten, die immer wieder nachts wegen *nix* rausgeklingelt werden (jetzt allgemein, nicht im Zusammenhang mit der Geburt- wobei da wahrscheinlich auch). Vieles was hier an Arztbesuchen bemängelt wird, könnte man auch in einem anderen Licht darstellen, aber auch da hab ich mir bisher erfolgreich auf die Zunge gebissen, um keinen zu verärgern.
Na jedenfalls hat mancheiner keine Angst im KH, und mancheine ist nach stundenlangem Wehen halt auch froh um Schmerzlinderung, man kann schließlich keinen zwingen, den Wehen freudig erwartend entgegenzublicken. Sich in einer völlig neuen, bis dahin unbekannten Situation auf Anweisungen von Geburtshelfern zu verlassen, finde ich nicht so verrückt, wieso sollte man es selbst (bis dahin 0 Geburten) besser wissen als Personal, das schon mehrere Hundert Geburten erlebt hatte?

Ihr dürft nicht vergessen; zwar herrscht hier eine hohe Informationsdichte, und die Frauen hier wissen über Geburten gut Bescheid. Aber die große Masse die im KH ankommt, hat schlichtweg keine Ahnung, und hauptsächlich damit haben auch die Geburtshelfer vor Ort zu tun. Natürlich wird man da auch mal müde, noch unter der Geburt irgendeine Art Aufklärungsarbeit zu leisten. Wer unbedarft kommt, muss damit rechnen, das nicht alles weit und breit diskutiert wird, und wird hinterher vielleicht feststellen, dass es auch andere Möglichkeiten gegeben hätte. Das kann einen dann stören - muss aber nicht.


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