Der Hebammenprozess ARL Dortmund

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Rhaw
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Rhaw » Fr 3. Jan 2014, 19:40

Lt. Strafrecht beginnt das Menschsein mit Beginn der Eröffnungswehen, die Rechtsfähigkeit lt. Zivilrecht aber erst mit dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib.

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Süppchen
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Süppchen » Fr 3. Jan 2014, 19:42

Gerade gefunden:
Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Laut dem ersten Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuchs beginnt die Rechtsfähigkeit „Mit Vollendung der Geburt“. Darunter versteht man den Zeitpunkt, bei dem die Leibesfrucht vollständig aus dem Mutterkörper ausgetreten ist. Man könnte deswegen auch sagen, ab dem Durchschnitt der Nabelschnur. Allerdings kann die „Leibesfrucht“ auch schon vor der Geburt eine Anwärterschaft auf künftige Rechte bekommen, z.B. im Erbfall. Die Frage wann Leben endet ist nicht endgültig geklärt. Allgemein geht man aber beim Eintreten des Hirntodes davon aus, dass die Rechtsfähigkeit beendet ist.
Quelle: http://www.wirtschafts-lehre.de/rechtsfaehigkeit.html
Mondmädchen- Dezember 2011// im Geburtshaus
Meermädchen- Januar 2014// im Wohnzimmer
Klumpi im Bauch- AG im Februar

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Aggripina
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Aggripina » Fr 3. Jan 2014, 19:44

Aber welches Recht wiegt dann im Strafrecht mehr? Das Recht der Mutter auf Leben oder das Recht des Kindes auf Leben?
L. * 10/08 krankenhaus-gemachte sek. Sectio
V. * 12/12 +01/13 Frühgeburt, Sectio mit T-Schnitt
J. * 23.05.2014 VBA2C bei der Hebamme

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maia

Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon maia » Fr 3. Jan 2014, 19:58

Klar ist immer noch rechtlich, daß die Mutter über ihren Körper bestimmt. Diese KS-OP ist Körperverletzung. Aber so wie die Halbgötter über die Kinder bestimmen wollen und mit Jugendamt und Sorgerechtsentzug drohen, wollen sie ihre Griffel auch auf das noch nicht geborene Kind ausstrecken. Wie gleichberechtigt und wieviel wert die Frauen und Mütter dabei sind, ist ein Hohn.

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MorgaineDAvalon
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon MorgaineDAvalon » Fr 3. Jan 2014, 22:31

Ich glaube aber wohl, dass z. B. durch Äußerungen aus diesem Forum der EINDRUCK entstehen KÖNNTE, dass jemand (oder eben auch eine Hebamme) ein Kind aus ideologischen gründen - im Zweifelsfall - sterben lassen würde...
ich weiß auch nicht, woher irgendwelche schreiberlinge irgendwelcher regionalzeitungen ihre vermutung nehmen (die sie als fakt hinstellen!), dass ARL die gebärende aus ideologischen gründen nicht verlegt und hat und das kind aus ideologischen gründen hat sterben lassen.

dass für diese haarsträubende behauptung dieses autors nun aber das forum verantwortlich gemacht wird, kann ja wohl nicht sein! wer hier richtig liest, kann sehen:

in keinster weise wird hier im forum der tod eines kindes in kauf genommen!

und dass ein reporter richtig lesen können sollte, sollte man doch voraussetzen. :klatsch:

der von dir zitierte satz, lucy, in dem sinngemäß steht, ein KS soll nur aus mütterlicher indikation stattfinden, stammt von rockenschaub und meint: es ist ein irrglaube, anzunehmen, irgendein kind könne durch einen KS gerettet werden!

ich merke, dass sich seit beginn dieses prozesses die kluft zwischen hausgeburtsbefürwortern und befürwortern der krankenhausgeburt (v.a. ärzte) immer mehr auftut.
was mir auch irgendwo angst macht. denn die ärztelobby ist mächtig, wie man am beispiel dieser hexenverfolgung sehen kann.

irgendwann kommt es (hoffentlich nicht) dazu, dass frauen in der zeit der Schwangerschaft und geburt ihr selbstbestimmungsrecht entzogen wird, was ärzte im ärzteblatt ja leider schon öfter mal gefordert haben. :kotz2: das würde bedeuten, medizinische fachkräfte entscheiden über das kind, die mutter ist nur gebärmaschine.
07/10/13/15 (KH/GH/AG/AG)

kati
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon kati » Fr 3. Jan 2014, 23:55

Wenn ich Lucy richtig verstanden habe, ging es darum, dass das mit den außschließlich "lebensbedrohlichen mütterlichen Indikationen" in diesem Geburtsplan-Thread stand, ohne, dass es von irgendjemand (v. a. Mods oder Admin) kritisch hinterfragt wurde im Sinne von "aber was ist mit dem Kind", würde für das Kind nicht dasselbe gelten (also Zustimmung zum Kaiserschnitt auch bei lebensbedrohlicher kindlicher Indikation)?

Ich kenne ARL auch nicht persönlich, mir tut es wahnsinnig Leid um das, was sie jetzt alles ertragen muss, weil sie, so wie ich mich eingelesen habe, aus reiner Gutmütigkeit - auf besonders drängenden Wunsch der Eltern und entgegen ihrem eigenen medizinischen Rat - sich darauf eingelassen hat, eine besondere geburtshilfliche Situation - die bereits im voraus erkennbar war! - in Form einer Hausgeburt zu begleiten und dieselben Eltern, die darauf bestanden haben, jetzt so tun, als sei sie Mörderin ihres Kindes.
Nach allem, was ich von ARL gehört bzw. gelesen habe, ist sie eben nicht die "ideologisch Radikale", als die sie jetzt in den Medien dargestellt wird.

Ob das Kind im KH gestorben wäre oder nicht (vermutlich ja, vermutlich wäre die kleine Greta so oder so gestorben :candle: ) steht auf einem anderen Blatt.

Ja, ich lese auch heraus, dass es lucy "nur" darum ging das der oben aufgeführte Punkt in dem Geburtsplan der werdenden Mutter nicht von den Admins kommentiert wurde!

Ich behaupte mal, weil uns allen Müttern das Leben unseres Kindes in einer notsituation vor geht wurde dies glatt überlesen.....!
Aber gut das es passiert ist, so können die Admins beim nächsten mal genauer hinlesen um
die seriösität des Forums zu wahren. Das wäre bestimmt besser!
Kein Fehler, wenn es denn einer ist, passiert umsonst!

ABER: du schreibst oben, dass ARL aus reiner Gutmütigkeit - auf besonders drängenden Wunsch der Eltern und entgegen ihrem eigenen medizinischen Rat - sich darauf eingelassen hat, eine besondere geburtshilfliche Situation - die bereits im voraus erkennbar war!


IST das wirklich so gewesen?
Ich habe das noch nirgens gelesen
UND
will fast sagen ich WEISS das A. dann die Geburt nicht begleitet hätte. Ich kann es mir zumindest nicht vorstellen.
ARL ist meine Hebamme und als ich unter der Geburt um Schmerzmittel flehte ( hihi den Punkt kennen
ja viele) ... hat sie gesagt das ich welche kriegen kann. dafür müsste ich aber in eine klinik. wenn ich glaubte es nicht auszuhalten, könnte ich dorthin :) :bgrin:
Das heisst, sie hätte mich gehen lassen!!!! Ganz klar und kein ideologisches Gelaber!!!
Bin aber geblieben :hausgeburt:

Außerdem lese ich hier immer wieder, dass die kleine Greta ausserhalb des mutterleibes nicht lebensfähig gewesen ist.... ! Das hart mir meine Nachsorgehebamme, die ARL gut kennt und auch den Prozess besucht auch erzählt!

...........vor der Geburt wusste es also keiner, weil keine Anzeichen da waren und unter der GEburt bis auf eine Ausnahme, die herztöne immer gut waren!
der Gendefekt des Kindes wurde doch durch das letzte Gutachten bestätigt oder??

Und man Suche nun von Seiten des Gerichtes förmlich nach nIschen und Fehlern von ARL ....oder???

Oder irre ich mich etwa :keinplan:
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

Kati

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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon kati » Sa 4. Jan 2014, 00:05

"Im Fall ARL wurde schon gemunkelt, die Eltern würden nur gegen ARL aussagen, weil sie Angst davor haben selbst belangt zu werden."

Also ich vermute, daß die Eltern dahingehend unter Druck gesetzt wurden, gegen ARL auszusagen und in die Nebenklage zu gehen, da andernfalls auch gegen sie ermittelt wird. Eigenartigerweise haben sie mehrere Aussagen anders gemacht im Prozeß wie gleich nach dem Tod des Kindes, was aber auch in Protokollen festgehalten wurde. Und nun streiten sie diese Aussagen im Prozeß aber ab und behaupten das Gegenteil. Warum?
hmmm... das habe ich auch schon gedacht.

schlimm.... für ARL, hoffentlich setzen Ihre Verteidiger da nochmal an!
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon kati » Sa 4. Jan 2014, 00:12

irgendwann kommt es (hoffentlich nicht) dazu, dass frauen in der zeit der Schwangerschaft und geburt ihr selbstbestimmungsrecht entzogen wird, was ärzte im ärzteblatt ja leider schon öfter mal gefordert haben. :kotz2: das würde bedeuten, medizinische fachkräfte entscheiden über das kind, die mutter ist nur gebärmaschine.
na das wäre ja das aller Letzte.... dann mach ich meine Schwangerschaft aber nicht öffentlich!
Unglaublich - stellt Euch das mal vor?! :banned:
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon kati » Sa 4. Jan 2014, 00:22

Ich denke nur das im vorschreitenden Prozess im A. nun die Hg Hebasmmen die noch geburtshile praktizieren immer vorsichtiger werden.

Wenn frau nun zb. die kürzliche GEburt von maryam betrachtet.
Eine Hg hebamme, erfahren und versiert. Aber nicht mehr unbefangen weil ihre Kollegin angeklagt ist!
Was hat nun dazu geführt das es der kleinen bayan nach der gEburt so schlecht ging?
Maryam hat noch nicht vierl dazu geschrieben, ich mutmasse jetzt also nur?

War es genau richtig, intuition sozusagen bei 8 cm die Mutter zu verlegen WEIL das KInd sich aus der SL in BEL unter der GEburt gedreht hat?
Hatte die Drehung angezeigt dass das Kind nicht mehr weiter kommt und Hilfe braucht? Oder war das Kind "so schlau" sich eben genau deshalb in BEL gedreht zu haben - um besser voran zu kommen?

Oder? Ging es dem Neugeborenen Kind nun so schlecht weil med. Imnterventionen, wenn ers denn welche unter der GEburt gab?? bzw das Hektische danach so schaden waren?
Wäre das dann ein selbstgemachter schlechter STart fürs KInd, weil die Hebamme aus Angst gehandelt hat?

Das hab ich schon vor ein paar TAgen gedacht und es kam jetzt wieder in mir auf!
Ich will damit nicht myarams Geburt analysieren oder bewerten - auch nicht das Verhalten der Hebamme!

Es waren nur meine Gedanke wo dieser Prozess und sein (hofferntlich guter) Ausgang die weitere HG Hilfe in D beeinflusen wird!


ES macht mich ängstlich....

Wenn dies hier Fehl am Platz ist, können die Mod´ses auch gern verschieben!
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

Kati

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MorgaineDAvalon
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon MorgaineDAvalon » Sa 4. Jan 2014, 18:34

[*quote="lucy"]In dem Fall (jetzt mal unterstellt die Betreffende würde im Fall der Fällt tatsächlich so entscheiden und keiner schreitet ein) würde diese Frau das Kind aus ideologischen Gründen sterben gelassen würde (nämlich: ich will auf keinen Fall einen KS, bzw. "höchstens" wenn mein Leben, nicht aber wenn das Leben des Kindes gefährdet ist) - hier wäre es ja das Ergebnis Tod des Kindes billigend in Kauf genommen um körperliche Unversehrtheit der Mutter zu wahren, wegen kein KS). Diese Aussage stand da, lange lange unkommentiert… und mal abgesehen davon, dass ICH PERSÖNLICH das nicht nachvollziehen kann, ENTSPRICHT DAS AUCH NICHT DER IN DEUTSCHLANG GELTENDEN RECHTSGRUNDLAGE !!! So und dazu würde ich mich als Mod eines Forums das seriös sein will –auch wenn das ein Laienforum ist- mal äußern, weil …"[/quote]

nicht zu glauben, dass nach 40 jahren frauenbewegung noch ein solches denken in den köpfen von frauen ist. natürlich darf kein gesetz einer frau ihr selbstbestimmungsrecht entziehen, auch nicht unter der geburt!
wo, lucy, soll so etwas gesetzlich verankert sein??
Zuletzt geändert von MorgaineDAvalon am Sa 4. Jan 2014, 19:41, insgesamt 2-mal geändert.
07/10/13/15 (KH/GH/AG/AG)


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