Der Hebammenprozess ARL Dortmund

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Süppchen
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Süppchen » Fr 3. Jan 2014, 18:56

Edit: Die Frage, die Lucy bezüglich der Eltern stellt, halte ich für berechtigt. Wären sie mitangeklagt, wenn sie etwas derartiges unterchrieben hätten? Wäre ARL dann sogar aus dem Schneider?
Bei derartigen Fällen wurde in der Vergangenheit damit argumentiert, dass die Hebamme als Fachperson, die Eltern eines besseren Belehren müsste. Eine schriftliche Vereinbarung würde demnach nichts zählen. Ich schau mal ob ich den Fall finde, bei dem so argumentiert wurde.

Im Fall ARL wurde schon gemunkelt, die Eltern würden nur gegen ARL aussagen, weil sie Angst davor haben selbst belangt zu werden.
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Nayara
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Nayara » Fr 3. Jan 2014, 19:02

Ich dachte so:
..ab Wehen beginn gilt das Baby als "Person" juristisch, also ...
Meines Wissens gilt jemand AB DER GEBURT als Person nicht ab Wehenbeginn, das wäre doch sehr willkürlich festgesetzt.

Und so kommt dann ins Wanken, was du weiter oben noch als "geltendes Recht" bzgl. Zwangskaiserschnitt bezeichnet hast, ich finde, man sollte sich doch gründlicher informieren, bevor man sowas schreibt.

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Aggripina
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Aggripina » Fr 3. Jan 2014, 19:06

Zumal nach deiner Rechtsdarlegung eine Mutter ihr Kind im Bauch sterben lassen darf, wenn sie keine Wehen hat. Hat sie Wehen darf sie das nicht mehr.
Das ist Blödsinn.
Als eigene Person gilt ein Kind erst wenn es geboren ist.
Wie sonst ließen sich Spätabtreibungen erklären?
L. * 10/08 krankenhaus-gemachte sek. Sectio
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J. * 23.05.2014 VBA2C bei der Hebamme

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maia

Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon maia » Fr 3. Jan 2014, 19:09

"Im Fall ARL wurde schon gemunkelt, die Eltern würden nur gegen ARL aussagen, weil sie Angst davor haben selbst belangt zu werden."

Also ich vermute, daß die Eltern dahingehend unter Druck gesetzt wurden, gegen ARL auszusagen und in die Nebenklage zu gehen, da andernfalls auch gegen sie ermittelt wird. Eigenartigerweise haben sie mehrere Aussagen anders gemacht im Prozeß wie gleich nach dem Tod des Kindes, was aber auch in Protokollen festgehalten wurde. Und nun streiten sie diese Aussagen im Prozeß aber ab und behaupten das Gegenteil. Warum?

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Aggripina
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Aggripina » Fr 3. Jan 2014, 19:17

Feige. Oder aber sie versuchen so den Verlust ihres Kindes zu verarbeiten und schießen dabei in die falsche Richtung.
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JaneDoe01

Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon JaneDoe01 » Fr 3. Jan 2014, 19:25

... finde vieles hier gesagte richtig und gut...

Kann da jemand rechtlich nochmal was zu sagen, ich meine nämlich, dass sich der "rechtliche Status" des Kindes ab dem Zeitpunkt ändert, ab dem die Geburt BEGINNT, nicht ab dem Zeitpunkt wo es geboren IST... da kann ich mich aber auch täuschen...

maia

Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon maia » Fr 3. Jan 2014, 19:34

Tante Wiki sagt dazu:
"Alleingeburt

Als unassisted childbirth (deutsch etwa: Alleingeburt) bezeichnet man eine Hausgeburt, bei der weder eine Hebamme noch sonstiges medizinisches Personal anwesend ist. Diese Form der Geburt ist in Deutschland relativ unbekannt und wird aufgrund der damit verbundenen Risiken kaum praktiziert. In Österreich besteht die Pflicht, bei der Geburt eine Hebamme hinzuzuziehen.[3] In Deutschland ist es einer Schwangeren zwar grundsätzlich erlaubt, ohne Inanspruchnahme professioneller Hilfe zu gebären. Sollte das Kind jedoch unter der Geburt Schaden erleiden, den eine Hebamme hätte verhindern können, macht sich die Mutter unter Umständen der fahrlässigen Körperverletzung oder gar fahrlässigen Tötung (§§ 222 und 229 StGB) schuldig."
im Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Hausgeburt

Also nichts mit vorsätzlichem Totschlag, weder Geburtshelfer noch Mutter, wollen dem Kind schaden!
Zuletzt geändert von maia am Fr 3. Jan 2014, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.

Rhaw
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Rhaw » Fr 3. Jan 2014, 19:40

Lt. Strafrecht beginnt das Menschsein mit Beginn der Eröffnungswehen, die Rechtsfähigkeit lt. Zivilrecht aber erst mit dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib.

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Süppchen
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Süppchen » Fr 3. Jan 2014, 19:42

Gerade gefunden:
Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Laut dem ersten Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuchs beginnt die Rechtsfähigkeit „Mit Vollendung der Geburt“. Darunter versteht man den Zeitpunkt, bei dem die Leibesfrucht vollständig aus dem Mutterkörper ausgetreten ist. Man könnte deswegen auch sagen, ab dem Durchschnitt der Nabelschnur. Allerdings kann die „Leibesfrucht“ auch schon vor der Geburt eine Anwärterschaft auf künftige Rechte bekommen, z.B. im Erbfall. Die Frage wann Leben endet ist nicht endgültig geklärt. Allgemein geht man aber beim Eintreten des Hirntodes davon aus, dass die Rechtsfähigkeit beendet ist.
Quelle: http://www.wirtschafts-lehre.de/rechtsfaehigkeit.html
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Re: Der Hebammenprozess ARL Dortmund

Beitragvon Aggripina » Fr 3. Jan 2014, 19:44

Aber welches Recht wiegt dann im Strafrecht mehr? Das Recht der Mutter auf Leben oder das Recht des Kindes auf Leben?
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