Und, ich finde, du hast das ganz wunderbar bemacht. Erst das geduldige abwarten, das kämpfen, trotzdem auf das Körpergefühl hören und dann die Entscheidung für den Kaisrschnitt.
Ich hätte es nicht anders gemacht!!
Und zum Thema Körpergefühl kann ich nur sagen: Du hast ein unglaubliches Gespür, eine ursprüngliche Verbindung nach Innen. Das ist so wertvoll! Und dein Körper hat nicht etwa versagt, nein, es gab diesmal ein Problem und du hast das gemerkt! Das ist doch toll!
Bei meinem dritten Kind war das ähnlich. Dem gings auch nicht gut und mein Körpergespür hat mir das schon Stunden vor der eigentlichen Geburt mitgeteilt. Vor meinem inneren Auge hatte ich Szenen von Notkaiserschnitt und Kinderintensiv.
Ich wusste nicht richtig zu deuten, ob einfach Erinnerungen aus meiner Klinikzeit sich in mein Unterbewußtsein geschummelt hatten, und ich einfach nur psychisch instabil und etwas "durchgeknallt" war, so bei ET+4 ?

Meine Hebamme beruhigte mich, deutete meine Stimmung als "kurz vor der Niederkunft, da spielen die Hormone schonmal verrückt". Aber, sie, wie auch ich, waren hinterher klüger: Das stimmte was nicht!
Mein Kind kam dann, zwei Stunden später nach einem enormen Wehensturm ziemlich rasant zur Welt. Mit grünem Fruchtwasser und reanimationspflichtig.
Wäre ich im KH gewesen, wäre es wahrscheinlich ein Kaiserschnitt mit anschließender Intensivbehandlung geworden. Da bin ich mir heute sicher.
Ein Glück gab es keine Folgeschäden und mein Sohn entwickelt sich prima. In ein paar Wochen wird er schon 8 Jahre alt!
Dieses ungute Gefühl hatte ich bei Geburt 4 und 5 dann nicht wieder. Diese Kinder waren auch fit.
Ich habe auf alle Fälle draus gelernt! Hör auf dein Gefühl!


P.S.: Was mir noch einfiel: Der Körper der Mutter passt sich auch dem Babybefinden an. Hat das Kind Stress, kommen die Wehen seltener, schwächer und seichter.
Jedenfalls, solange "Schonung" angesagt ist. Wird es irgendwann ganz kritisch wirds eher eine Sturzgeburt, damit der Intrauterine Stress dann beendet wird. So hat es mir jedenfalls meine Hebi erklärt. Und im Buch von Michel Odent, Geburt und Stillen, schreibt er ähnliches dazu.
Ich denke, das Prinzip "Gesunde Körperreaktionen" hat bei uns beiden schon funktioniert.