Rettet UNSERE Hebammen!

Nur für registrierte Mitglieder.

Moderator: Hausgeburtsforum

junikol
Beiträge: 58
Registriert: Sa 13. Jun 2015, 21:32

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon junikol » Do 30. Jul 2015, 09:13

MH_Landes . Regional . Stadtgruppen.pdf
Hallo Jeanie,

ich habe dir hier im Anhang mal eine Übersicht zu den verschiedenen Orts- und Regionalgruppen hochgeladen - ich hoffe es hat funktioniert! Ich gebe dir Recht, dass die Vielzahl an Gruppen, Foren, Petitionen ziemlich konfus wirkt und schwer zu durchblicken ist (sicherlich auch für die breite Öffentlichkeit)! Das zu ändern wird aber nicht so schnell zu schaffen sein, und darüber hinaus braucht es ja auch die aktiven Gruppen, die vor Ort etwas bewegen wollen. Ich denke die Schaffung des Mother Hood Vereins ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung! Die dazu gehörige Website befindet sich zuzeit noch im Aufbau, die Beitrittserklärung zum Verein kann man jedoch auf der Startseite von http://www.hebammenunterstuetzung.de/ herunterladen (und auch ausdrucken, verteilen,...).

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
kleiner Rabauke 06/2014 (sek. KS)
Wunschkind No. 2 10/2016 zuhause geboren

junikol
Beiträge: 58
Registriert: Sa 13. Jun 2015, 21:32

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon junikol » Do 30. Jul 2015, 09:18

Ach und hier http://www.hebammenunterstuetzung.de/flyer/ gibt es noch Flyer (Stand Mai 2015) zum herunterladen, das sind die aktuellsten die ich finden konnte und soweit ich weiß sind die dort genannten Punkte auch alle noch aktuell. Ob es bis September noch neue Flyer gibt kann ich leider nicht sagen, ich denke das hängt auch von den weiteren Entwicklungen ab.
kleiner Rabauke 06/2014 (sek. KS)
Wunschkind No. 2 10/2016 zuhause geboren

Benutzeravatar
weib1969h
Beiträge: 7289
Registriert: Di 1. Mai 2012, 07:21
Wohnort: Hannover

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon weib1969h » Mi 26. Aug 2015, 21:42

 

Liebe GreenBirth-Mitglieder,

diese Information kommt von der Vizepräsidentin des Deutschen Fachverbandes für Hausgeburtshilfe. Sie sieht in dem unten Dargestellten mögliche Weiterentwicklungen, die außerklinische Geburt zu demontieren und sei es durch verweigerte Wochenbetthilfe.

Wir sehen, wie dringend erforderlich eine Reform unserer Geburtskultur ist.

Mit herzlichem Gruß

Irene Behrmann

 
Von: C. B.

Liebe Irene, liebe greenbirth- Mitglieder,

wie die "Umwandlung der außerklinischen Geburtshilfe" aussehen soll?

Der generelle Anspruch auf eine Haushaltshilfe nach einer Entbindung wird z.B. von Krankenkassen aktuell vermehrt in Frage gestellt. Dazu aus der "Wichtige Arztinformation" der Securvi*ta: "Wichtig hierbei ist, dass ausdrücklich eine medizinische Indikation vorliegen muss, die die Weiterführung des Haushalts verhindert. Sofern eine soziale Indikation vorliegt, z.B. bei einer Erschöpfungsphase, sieht der § 20 des Sozialgesetzbuches VIII eine Leistungspflicht durch die Jugendämter vor."

Das bedeutete, dass "nur" eine Entbindung keinen Leistungsanspruch der Mutter gegen die Krankenkassen nach sich zöge. Damit  "exportieren"  die Krankenkassen einfach so das Recht einer Mutter auf Versorgung nach der Geburt aus der eigenen Leistungspflicht nach SGB V  § 24h http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24h.html hin in das SGB VIII § 20 http://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/20.html mit der Begründung, "90% der Frauen seien nach der Geburt sehr wohl in der Lage, sich selbst zu versorgen." (Siehe auch den Beitrag aus einem Facebo*k-Post des Zentrum für Achtsamkeit und Familie - ZAF vom 28. Juni diesen Jahres unten). Es geht in § 20 SGB VIII auch nur um das Recht des Kindes auf Versorgung - nicht um das Recht einer Mutter direkt nach der Geburt.

Über die unmenschliche Behandlung frischentbundener Mütter im Wochenbett durch die SECURVI*TA: Bitte lesen und teilen.

Eine gute Freundin von mir hat ihr Baby bekommen. Im Geburtshaus, d.h., sie war wenige Stunden nach der Geburt wieder zuhause und war/ist auf Hilfe angewiesen. Denn einkaufen, kochen, putzen, all das kann sie im Frühwochenbett (der Name sagt es eigentlich schon) nicht selber machen. Zumindest aus meiner Sicht und auch aus der ihrer Hebamme. Ihre Krankenkasse, die SECU*RVITA sieht das leider anders. Sie weigert sich, den Zuschuss zur Haushaltshilfe zu zahlen, weil keine medizinische Indikation bestehe und verstößt damit gegen SGB V § 24f nach dem eine Frau nach der Entbindung für sich und das Neugeborene Anspruch auf Unterkunft, Pflege und Verpflegung hat. Nicht nur, dass die SECURVI*TA damit gegen geltendes Recht verstößt, die Argumente der Sachbearbeiterin haben mich zuerst fassungslos und dann richtig wütend gemacht: Sie sagte, 90% der Frauen seien nach der Geburt sehr wohl in der Lage, sich selbst zu versorgen. Das man im Wochenbett liegen müsste, sei eine veraltete Ansicht und die Hebammen in dieser Angelegenheit einfach etwas überfürsorglich. Auf meinen Hinweis, dass meine Freundin alleinerziehend, also ohne Partner ist, hatte die Sachbearbeiterin eine ganz tolle Antwort parat. Nun ja, das sei ja wohl dann ihre eigene Entscheidung gewesen, das Kind trotzdem zu bekommen und auf die Unterstützung durch den Vater zu verzichten. Auf die Entscheidungen ihrer Versicherten hätte die SECURV*ITA ja leider keinen Einfluss. Eine Übernahme der Kosten sei nur möglich, wenn schwerwiegende Verletzungen durch die Geburt vorlägen.

Im Klartext heißt das: Eine alleinerziehende Erstlingsmutter soll sich und ihr Baby sofort nach der Geburt komplett selber versorgen. Schnell den Lappen aus dem Bad holen, Blut aufwischen und dann ab ins Einkaufcenter. Wie bitte??? Ich habe mich entschlossen, diesen Fall publik zu machen weil ich nicht zulassen will, dass junge Mütter allein gelassen werden. Das die Entscheidung, statt im (viel teureren) Krankenhaus das Baby im Geburtshaus oder zuhause zur Welt zu bringen, quasi bestraft wird. Deshalb möchte ich Euch bitten: Ruft bei der SECURV*ITA an: 08006003000. Erkundigt Euch nach den Leistungen für frischentbundene Frauen. Solltet Ihr ähnliche Aussagen bekommen erklärt Euren Unmut und stellt klar, was ein Wochenbett tatsächlich ist. Falls ihr selbst dort versichert seit, erwähnt Eure Kündigungsbereitschaft, sollte die SECURV*ITA ihre Wochenbett Politik nicht grundsätzlich ändern. Wenn Ihr damit ernst machen würdet, postet hier gern ein Kommentar. Ich werde die Liste derjenigen, die eine Kündigung in Erwägung ziehen, dann der SECU*RVITA mitteilen um sie dadurch unter Druck zu setzen, ihre Mütter- und kinderfeindliche Politik zu ändern. Bitte teilt diesen Beitrag, damit möglichst viele Menschen erfahren, wie es in "Deutschlands bester Krankenkasse" um die Versorgung der Mütter bestellt ist.

Es stellt sich die Frage, welche Folgen es hätte, wenn es eine Strategie der Krankenkassen wäre, sich grundsätzlich der Leistungspflicht bei gesundem Verlauf von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu entledigen.

Herzliche Grüße

Cordula

 
Zuletzt geändert von Anonymous am Do 27. Aug 2015, 06:39, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: kk gesternt
Yvonne GreenBirth eV im Netzwerk für Geburtskultur
Hummelin 11/2012 AG Strahlekeks 09/2010 HG Traumsohn 02/2008 HG
Wunschtochter 12/93 KH Wunschtochter 08/92 KH Kurzglück 07/14+12/15 HG

Benutzeravatar
Sedona
Beiträge: 848
Registriert: Di 1. Mai 2012, 09:06
Wohnort: Gersthofen

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Sedona » Do 27. Aug 2015, 05:41

Das war einer der Gründe, warum die Sec*urvita meine Kündigung bekommen hat. Noch dazu die ewigen Bearbeitungszeiten bei Rezepten und Verordnungen.
Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte "Wo kämen wir hin?" und keiner ginge, um zu sehen wohin wir kämen, wenn wir gingen.

Kurt Marti
Bild
Bild

Benutzeravatar
Lavendel
Beiträge: 1255
Registriert: Mo 13. Jan 2014, 21:30

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lavendel » Do 27. Aug 2015, 06:18

Wir haben deswegen unsere Aufnahmeanträge zurückgezogen, wollten eigentlich dorthin wechseln.

:hallo:

Benutzeravatar
Lilith
Beiträge: 4544
Registriert: Mo 3. Dez 2012, 13:06
Wohnort: Oberpfälzer Jura
Kontaktdaten:

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lilith » Do 27. Aug 2015, 06:25

Das kann ich leider nur bestätigen. Entgegen vorangegangener Aussage einer Mitarbeiterin der Fachabteilung hat man uns die Kostenübernahme ebenfalls verweigert. Wobei ein Attest meiner Hebamme ausreichte dies zu ändern. Eine Geburt allein jedoch sei kein Grund - da muss einen halt der Ehemann oder die Familie versorgen, wenn Frau so verweichlicht ist, dass sie das nicht selbst hin bekommt. O-Ton Secu*rvita Mitarbeiterin! Sie hätte das beim zweiten Kind ja auch gekonnt und überhaupt wäre ich ja selber Schuld mit meiner HG - ich hätte ja ins KH gehen können! Das hätte ich mir doch vorher überlegen müssen :kotz: :wall:

Danke für die rechtlich relevanten Hinweise - ich wollte der Kündigung noch eine Beschwerde hinterher schieben!
Zuletzt geändert von Anonymous am Do 27. Aug 2015, 06:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: kk gesternt
Zwergenkönig 06/2011 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Sommerschnecke 08/2013 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Räupchen 06/2015 - AG aus BEL
Stillberaterin - angehende Permakulturistin - Freigeist
www.lostinterraincognita.blog

Benutzeravatar
weib1969h
Beiträge: 7289
Registriert: Di 1. Mai 2012, 07:21
Wohnort: Hannover

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon weib1969h » Fr 4. Sep 2015, 15:44


zum bürgerdialog mit herrn g*röhe schreibt hebamme anja:

http://www.zockt.com/vonguteneltern/?p=5331

:shock: :eek: :shock: :eek:
es ist schlicht un-glaub-lich :banned:

Yvonne GreenBirth eV im Netzwerk für Geburtskultur
Hummelin 11/2012 AG Strahlekeks 09/2010 HG Traumsohn 02/2008 HG
Wunschtochter 12/93 KH Wunschtochter 08/92 KH Kurzglück 07/14+12/15 HG

chantal
Beiträge: 197
Registriert: Di 1. Mai 2012, 08:20

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon chantal » Mo 14. Sep 2015, 05:43

Ich habe das gerade gelesen und bin schockiert. :banned:

Wunschtante
Beiträge: 283
Registriert: Mo 12. Aug 2013, 12:08

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Wunschtante » Fr 25. Sep 2015, 13:07

https://www.hebammenverband.de/aktuell/ ... ausgeburt/

... die Schiedsstelle schließt sich den Forderungen des GKV-SV an :banned: :banned: :banned: :blauge: Ab vET+3 heißt es dann also panisch rumzufragen, welcher FA in der Region vielleicht doch ein bißchen pro Hausgeburt eingestellt ist, damit man noch eine Chance hat, das "ok" für die Hausgeburt zu bekommen. Großartig. :banned: Ich bin gerade so sauer. Und ich kann meinen vET nicht "hübsch lügen", weil meiner Ärztin wegen den Medis der Konzeptionstermin ganz genau bekannt ist. Ich könnte wohl höchstens den MuPa aus versehen verlieren, mir nen neuen Arzt suchen und da lügen?!?!
Wunschtochter 04/2016 HG :stillen:

Jeanie
Beiträge: 336
Registriert: So 2. Mär 2014, 16:15

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Jeanie » Fr 25. Sep 2015, 16:18

Angeblich ist man auch schon ab der 3. Geburt eine Risikoschwangere (von wegen "höheres Blutungsrisiko").
Stimmt das. Ich könnte :kotz:
  1. Feuerwehrhauptmann 2011 im KH

  • Tanzmaus 2014 daheim als HG


Zurück zu „Termine & Aktionen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast