Rettet UNSERE Hebammen!

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dunlaith
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon dunlaith » Mi 1. Jul 2015, 13:30

Der 1.7. ist für uns Eltern ein zappendusterer Tag! Ab heute stehen alle nicht im DHV organisierten Hebammen ohne Haftpflichtversicherung für die Geburtshilfe da und dürfen nur noch - sofern sie dafür eine Versicherung gefunden haben - nur noch Vorsorge und Wochenbett-Betreuung anbieten. Damit stehen noch mehr Frauen ohne qualifizierte Unterstützung einer Hebamme da. Daher mein Appell: Bitte werdet aktiv und unterstützt die Arbeit von Mother Hood.

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Felicitas
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Felicitas » Sa 11. Jul 2015, 15:28

Hier sammelt ein Projekt Spenden für die Bekanntmachung der natürlichen Geburt
Die normale, natürliche Geburt geht verloren. Erschreckende Zahlen lassen aufhorchen, denn inzwischen finden in Deutschland nur noch 7% aller Geburten ohne medizinisch-technische Eingriffe statt! Dabei könnten der WHO zufolge 70-80% aller Geburten "normal" verlaufen. Und die Gesellschaft/ Politik trabt hinterher: Die Versicherungsproblematik der Hebammen ist nicht gelöst. Die Kampagne soll wachrütteln für das Glück kommender Kinder, die in Geborgenheit das Licht der Welt erblicken sollen!
https://www.startnext.com/normale-geburt-1
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s t e f f i
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon s t e f f i » Sa 11. Jul 2015, 17:49

:gut. :danke:

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gina
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon gina » Di 14. Jul 2015, 10:49

Der Gkv ist der Meinung : "Ein Mitspracherecht der Frau soll wegen Sorge um das Kindeswohl nicht möglich sein."

Bekomme ich dann sobald ich schwanger bin ein Einweisung in die Geschlossene? Das ist ja praktisch eine Entmündigung. Dachte das ist in D gar nicht so einfach.
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Lottamarie

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lottamarie » Di 14. Jul 2015, 10:54

Was? :red: :shock:

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Felicitas
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Felicitas » Di 14. Jul 2015, 12:06

Hoffentlich darf man das Kind nach der Geburt mit nach Hause nehmen :tap:
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Lavendel
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lavendel » Di 14. Jul 2015, 12:15

Herr Gröhe schrieb doch auf FB auch schon
"wer medizinisch gebotene Qualitäsmaßnahmen (die von GKV geforderte Zwangsuntersuchung bei ET+) als Angriff auf die Wahlfreiheit diffamiert, hat vor allem das Wohl von Mutter und Kind aus den Augen verloren "
:kotz:

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Felicitas
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Felicitas » Di 14. Jul 2015, 15:49

Ist der GKV SV größenwahnsinnig geworden?

Der Spitzenverband kann und darf nicht entscheiden ob jemand behandlungsbedürftig ist und ob jemand zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen muss. Das einzige, was er darf, ist eine medizinische Versorgung nicht zu bezahlen, wenn sie nicht sinnvoll erscheint. Ob diese Leistung trotzdem erbracht wird (und privat bezahlt wird), liegt außerhalb seines Einflussgebietes.
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Lottamarie

Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lottamarie » Di 14. Jul 2015, 16:40

Herr Gröhe schrieb doch auf FB auch schon
"wer medizinisch gebotene Qualitäsmaßnahmen (die von GKV geforderte Zwangsuntersuchung bei ET+) als Angriff auf die Wahlfreiheit diffamiert, hat vor allem das Wohl von Mutter und Kind aus den Augen verloren "
:kotz:
:kotz2:

Wunschtante
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Wunschtante » Di 14. Jul 2015, 19:57

Ich bin über die Meinung des GKV-SV auch schockiert. Es wird immer schlimmer. Erst stellt Frau Marini in Frage, ob wir überhaupt freiberufliche Hebammen in Deutschland brauchen und dann wird mir als Frau ab vET+x die Entscheidungsfähigkeit abgesprochen. Warum sollte irgendeine "normale" Mutter gegen das Kindeswohl handeln? Und wieso soll ein Arzt anhand nicht evidenzbasierter Kritierien dazu besser in der Lage sein?! Seit wann kommt Gynäkologen die Aufgabe des Jugendamts zu? (Das Jugendamt hat nämlich eigentlich das Fälle von möglicher Kindeswohlgefährdung zu prüfen und zu überwachen, das ist nicht Aufgabe der (Kinder-)Ärzte, die melden höchstens Auffälligkeiten.)

"Das Gehirn ist zur Sicherstellung der Kostenerstattung beim Arzt am Empfang abzugeben, wir verwahren es sicher für Sie!"

Ich fürchte, es geht am Ende eben nicht mehr nur um die Kostenerstattung. Ich fürchte, dass Hebammen die Geburten gegen den ärztlichen Rat auch nicht mehr auf private Rechnung betreuen werden, denn sie machen sich damit angreifbar. Nicht, weil sie wirklich Fehler machen würden, aber wenn dann doch was schief geht - was vielleicht gar nicht in ihrer Macht liegt - versuchen die Krankenkassen, sich das Geld für die Folgen bei ihnen zu holen. Und sie haben dann gute Chancen, wenn die Hebamme, gegen den im Qualitätskatalog festgelegten zur Erstattung verbindlichen Rat gehandelt hat. Hier vor Ort, haben wir zurzeit genau 2 Hebammen für Hausgeburten. Ich habe jetzt mit keiner von beiden darüber gesprochen, wie sie dazu stehen. Aber die "Auswahl" ist quasi extrem eingeschränkt. Wenn beide das Ablehnen, war's das hier mit Hausgeburt.
Mir rollt's die Fußnägel hoch, wenn ich zu lange drüber nachdenke.

Alleingeburt oder ab ins Ausland, denk ich mir! Ganz im Ernst: bevor ich das Risiko eingehe, mich von meiner Gynäkologin bei vET+1 ohne für mich schlüssige Indikation in die Uniklinik "einweisen" zu lassen, gehe ich lieber gleich geplant in ein schwedisches Krankenhaus. Wenigstens ist der Kreissaal dort in Hebammenhand und die Interventionsraten sind für mich vertretbar. Da kann ich persönlich mich noch halbwegs sicher fühlen. (Für eine Alleingeburt fehlt mir wahrscheinlich am Ende der Mut.)
Wunschtochter 04/2016 HG :stillen:


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