Geburtsstillstand

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Ruhrpottperle
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon Ruhrpottperle » Mo 21. Mai 2012, 22:47

Irgendwie hat ja noch niemand von einem eigenen Geburtsstillstand berichtet :(
Ich hatte einen :( Nach 6 schrecklichen Tagen im Krankenhaus zur Einleitung, nur weil ich 10 Tage über den sowieso falschen ET war. Wurde mit allen möglichen Medis wie Cytotec, Oxy etc zugepumpt und erniedrigt. Am vorletzten Tag hat mich die ****-Oberärztin mal wieder untersucht und zwar so, dass ich vor Schmerzen geschrieen hab, sie soll aufhören, aber hats nicht gemacht. Vergewaltigung ist sowas ja außerhalb des KH. Dabei hat sie meine Fruchtblase geöffnet, ohne mein Einverständnis und ab da kam Schema-F noch weiter ins Rollen. Das war am Dienstag Mittag, um 18 Uhr gabs die PDA *damit sich doch noch was am Muttermund tut* (der war nicht sonderlich Geburtsreif) und dann morgens am Mittwoch um 6.30, ja nach Schichtwechsel, wurd dann gesagt, dass der Muttermund nicht mehr weiter auf ist und geschnitten wird.
Mir wars da sogar recht, weil ich nicht mehr konnte nach den 6 Tagen ohne wirklichen Schlaf, mit den piependen Geräten im Kreißsaal, die unbequemen Betten, die meine Hüftschmerzen noch verstärkt haben. Das komplette Personal hatte in den Tagen seine Hände in mir. Während ich im Kreißsaal lag, kam ständig jemand rein um was zu holen. In den 2 Kreißsälen konnte man von der Tür jeweils direkt auf das Gebärbett glotzen und der Frau zwischen die Beine.
Ich wollte mich nur in eine Höhle verkriechen und mein Baby bekommen. Ich wusste, dass er noch nicht fertig war und noch Zeit brauchte. Aber damals hatte ich keine Ahnung. Null, nada, niente. Noch nie in nem Forum zur Geburt gelesen, keine Ahnung zur Problematik der Krankenhausgeburt und der schneidewütigen Ärzte. Unfassbar. Das verzeihe ich mir nie.
Gott sei Dank - ich durfte wenn auch Monate später erfahren, dass ich nicht Schuld am Geburtsstillstand war und keine Versagerin bin. Ich dachte Monate, dass ich die Einzige bin, die sowas mitmachen musste und einen Geburtsstillstand hatte.
Über Babyphones und Strahlungen oder Bettchen und Essen informiert sich die halbe Welt mehr, als über die Geburt. Tja, ich hatte zuviel Vetrauen in die Medizin.
Achja, mein Sohn hatte durch die gesprengte Fruchtblase und den Druck ein Horn am Kopf und unnötigen Druck abbekommen.
Geburtsstillstand, pah. Ruhe und eine wohltuende Umgebung braucht Frau zum gebären und keine Bahnhofsvorhalle mit schwebenden Halbgöttern.
Lasse *6.7.11 sek. KS nach unnötiger 6-Tage Einleitung *the unnecesarean*

Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib. Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl
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Zorenka
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon Zorenka » Di 22. Mai 2012, 08:01

Geburtsstillstand, pah. Ruhe und eine wohltuende Umgebung braucht Frau zum gebären und keine Bahnhofsvorhalle mit schwebenden Halbgöttern.
Ich habe es ja leider noch nicht erlebt, aber das scheint mir, gerade nach dem was hier so zu lesen ist, auch das (Mit-)Wichtigste zu sein und dafür viel zu selten. Meine Mutter hat mir erzählt, dass bei ihren Geburten im KH (meine 3 jüngeren Geschwister) es sie am meisten gestört hat, dass ständig ein Arzt reingelaufen kam und "etwas tun wollte, es gab aber für ihn nichts zu tun und er ist beleidigt wieder abgezogen, bis er dann das nächste Mal reingedappt kam". Sie hatte aber vorher schon mich zuhause bekommen und sich dann nicht verrückt machen lassen.

Jeder KH-Geburtsbericht, den ich hier lese, bestärkt mich, das nächste Mal (hoffentlich) weit weg vom KH zu sein...
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parapluies
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon parapluies » Di 22. Mai 2012, 08:19

Ruhrpottperle: 6 Tage Einleitung :shock:
Warum haben die dich nicht noch mal heimgelassen?
Zumindest dadrauf sind sie bei uns inzwischen gekommen. Ab ET+7 wird eingeleitet. Max. 3 mal Tablette legen und wenn dann nix passiert ist, geht die Frau für zwei Tage wieder heim und dann das gleiche wieder. Zum Kräftesammeln.
Ja auch das ist bescheuert, aber wenigstens quälen sie hier die Frauen nicht 6 Tage durch ne Einleitung. :haue:

Meine Mutter hatte übrigends bei jedem Kind einen "Geburtsstillstand". Sie hatte schöne regelmäßige Wehen und ist jedes Mal bei etwa 2cm Mumu in die Klinik. Und dann erstmal 4h Wehen weg, kein Geburtsfortschritt. Bei meinem Bruder und meiner Schwester wusste sie das ja und hat deswegen verboten, dass interveniert wird. Bei meinem Bruder ist sie zwischen durch sogar nochmal heim, weil die Wehen nicht wieder kamen. Daheim sofort wieder schöne Wehen, innerhalb von einer Stunde 2cm weiter offen...
Bei mir wurde damals dann auch Wehentropf, Blasensprengung, Powerpressen, Kopfschwartenelektrode, Kristellern und zum Schluss noch nen Dammschnitt und die Glocke angewandt, weil sie ja angeblich eine Wehenschwäche hatte. Naja. Mit zwei Ärzten, zwei Hebammen, einem Assistenzarzt mit Panik, 2 Schwesternschülerinnen, einer Hebammenschülerin, dem Oberarzt und zeitweise noch bis zu 3 weiteren "interessierten" Angestellten hätte ich wohl auch einen Geburtsstillstand gehabt. :kotz:
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gina
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon gina » Di 22. Mai 2012, 08:28

Zumindest dadrauf sind sie bei uns inzwischen gekommen. Ab ET+7 wird eingeleitet. Max. 3 mal Tablette legen und wenn dann nix passiert ist, geht die Frau für zwei Tage wieder heim und dann das gleiche wieder. Zum Kräftesammeln.
Warum dann überhaupt einleiten so früh? Wenn man die Dame bei ET +10 für ZWEI Tage heim schicken kann, dann käme sie ja erst an ET+12 oder +13 wieder, das wäre ja fahrlässig, was da alles passieren kann. Die Plazenta mutiert zum kindfressenden Monster oder so ähnlich.
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon Antonia » Di 22. Mai 2012, 08:39

Mit Logik kommt man dieser ganzen Einleiterei ja eh nicht bei... Ich habe jetzt ein paar Mal von Frauen gehört, die über Wochen Wehenhemmer bekommen haben, um dann spätestens 2 Wochen vor ET einzuleiten...kommt natürlich nur Drama bei raus! :wall:

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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon gina » Di 22. Mai 2012, 08:43

Mit Logik kommt man dieser ganzen Einleiterei ja eh nicht bei... Ich habe jetzt ein paar Mal von Frauen gehört, die über Wochen Wehenhemmer bekommen haben, um dann spätestens 2 Wochen vor ET einzuleiten...kommt natürlich nur Drama bei raus! :wall:
:? Das ist zu "hoch" für mich.
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon katjuscha » Di 22. Mai 2012, 08:58

Ich habe gerade bei Wikipedia geschaut wie Geburtsstillstand definiert wird und mir wird gerade klar wieviel Leid ich durch mein Vertrauen in die Natur und meiner wunderbare Hausgeburtshebamme entgangen bin. Ich hatte 4 Nächte starke Wehen und tagsüber war komplett Ruhe. Am Tag der Geburt war morgens nochmal 4 Stunden Pause. Da hab ich mir nur gedacht: mein Baby sammelt Kraft und die Hebamme sagte :jo, das Baby sammelt Kraft.
Mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich daran denke was sie im Krankenhaus mit mir gemacht hätten...
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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon Tama » Mo 28. Mai 2012, 20:33

... Ich hatte das auch. Bei et +4 und et+8 und + 10 jeweils starke wehen über ein paar Stunden. Danach nix mehr. kind kam bei et+12 :herzen: ich bin aber nie auf die idee gekommen deswegen ins kh zu fahren...

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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon Ruhrpottperle » Mo 28. Mai 2012, 21:47

@parapluies: 6 Tage.. korrekt. Die haben am Anfang schon so rumgedrukst, als ich gefragt habe, wie lange sowas denn schlimmsten Falls dauern kann. Ich hab tatsächlich da keine Antwort bekommen. Es wurde aber gesagt, dass nach 3 Tagen ne Pause gemacht wird, zum Kräfte sammeln. Also ich bin Donnerstags bei ET+10 (der ET stimmte definitiv nicht, was ich durch die Fernbeziehung ganz gut nachvollziehen kann), also wars eigentlich eher ET+7, wenn nicht sogar drunter.
Die übliche Geschichte mit drastischer Unterversorgung ab diesem Zeitpunkt, Baby kann sterben, Behinderungen und hastenichtgesehen haben mich dann ziemlich eingeschüchtert, wie wahrscheinlich jede andere Mama, die von nix ne Ahnung hat.
Aber am Sonntag, also auch nach etwa 3 Tagen, hatte ich die Faxen so dicke, dass ich gesagt hab, die sollen nen Ultraschall machen, weil ich sehen will wie "schlecht" die Plazenta arbeitet. Dabei hat die OÄ geschallt, dass die Plazenta verkalkt ist und meinte, sie will mich nicht nach Hause lassen, sondern weiter machen, damit sich da was tut und das Baby langsam rauskommt. Gut, da ich keine Ausbildung habe um so nen paar weiße Punkte in der Plazenta genau zu deuten, habe ich der Frau irgendwie vertraut, da ich schon gelesen hatte, dass es ab nem gewissen Verkalkungsgrad wirklich schwierig fürs Baby werden kann (an dem Punkt war ich schlussendlich noch lange nicht..). Bin ich also dageblieben bis Montag.
Am Montag gabs wieder Prostaglandine und die leitende Hebamme hat dann auch zugestimmt, dass ich mal eine Nacht nach Hause gehe, aber nur, wenn ich um 22 Uhr am Montag ein CTG mitmache und um 7.30 am Dienstag wieder auf der Matte stehe, zum nächsten CTG. Hab ich natürlich wie so ne Blöde gemacht. Und da wir kein Auto haben und Bus fahren mussten, hatte ich genau 5 Stunden zu Hause. Hat nicht geholfen, logisch.
Dienstag haben sie, wie gesagt, dann das volle Programm aufgefahren...

Wenn ich daran zurückdenke, werd ich echt weich. Ich hab mich gefühlt, wie im Gefängnis und dachte, die dürfen das, weil sonst kommt nach der Geburt direkt das Jugendamt und nimmt mir als Rabenmutter das Kind weg. Bescheuert. Ich dachte, einfach, dass die alle recht haben.

Ich frage mich, wieso das Thema Geburtsstillstand und auch die wirkliche Dauer einer Geburt in einem Vorbereitungskurs nicht angesprochen werden. Immer kommen Standardzahlen und kein Wort über den Stillstand, der ja doch relativ häufig vorkommt.
Lasse *6.7.11 sek. KS nach unnötiger 6-Tage Einleitung *the unnecesarean*

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Re: Geburtsstillstand

Beitragvon quorine » Di 29. Mai 2012, 07:36

leider wird das mit den katzen immer mehr wirklichkeit. Bei N*tmoms habe ich letztens mitverfolgt, wie zwei Frauen mit ihren trächtigen Katzen umgingen. Die eine schleppte die Katze zum Kaiserschnitt, weil sie über 12h Wehen hatte und wunderte sich danach, dass die Katze alle Kitten tötete. :heul:
Und die andere regte sich über die Wucherpreise für den Katzenultraschall auf, den sie aus welchen Gründen auch immer machen ließ und wunderte sich dann, dass die Katze so lange für die Geburt brauchte, weil sie mit Telefon, Computer, Videocamera und Fotoapparat schnatternd die ganze Zeit daneben saß, während die Katze versuchte in Ruhe ihre Jungen zu gebähren... :kotz:

Ist also fast schon wie bei "uns". :wall:

Waaaaaas???? :shock: :irre3: Ich bin schockiert!!!
Wie abartig können wir denn noch werden?
Madl 2009, sek. KS
Buabm 2011, Luxusgeburt bei der Hebamme
Bua 2014, Luxusgeburt zu Hause
Summawunda 2017, Luxusgeburt zu Hause


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