Geburt immer schwieriger??

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SilkeJulia
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon SilkeJulia » Mo 4. Jun 2012, 20:57

Hallo,

ich glaube nicht, dass Gebären schwieriger ist als "früher". Ich glaube, es gab keine Zeit, in der es keine schwierigen bis tödlich verlaufenden Menschengeburten gab. Das ist in der Tierwelt auch nicht viel anders. Die Mortalität und Morbidität rund um die Geburt ist enorm hoch sowohl bei den Mutter- als auch bei den Jungtieren.

Was allerdings stimmt ist, dass häufig zu früh eingegriffen wird, nämlich dann, wenn es eigentlich noch gar keine "schwere Geburt" ist. Aber das ist hier ja nicht Thema.

LG,

Silke (mit "natürlicher", aber durchaus schwerer Geburt hinter sich)
Der Große - 07/2003 - abgebr. GH-Geburt -> gute, respektvolle Klinikgeburt
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Axomonster
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon Axomonster » Mo 4. Jun 2012, 21:09

Natürlich gibt es reale Komplikationen. (Und nicht zu vergessen die reale Rate von 1-2% die die Sektio wirklich rettet)
Mit einer GUTEN Geburtshilfe (oder garkeiner ;) ) wird mit diesen Komplikationen richtig umgegangen und es gibt normale Geburten. Kompliziert heißt ja nicht unmöglich ;)

ABER wo gibt es denn noch gute Geburtshelfer? Richtige und natürliche Geburten werden vergessen, weil sie im KH niemand mehr zu Gesicht bekommt. Die Ausbildungsinhalte sind pathologisch von vorn bis hinten. Natürliche Vorgänge werden zu lebensgefährlichen Risiken stilisiert bis sich jeder ins Hemd macht, wenn er nur das Wort Zwillinge, Entbindungstermin oder BEL hört.
Und auch eine Hausgeburtshebamme wurde in diesem Wahnsinn ausgebildet.
Was heißt denn schon, dass die Plazenta nicht kommt? Konnte die Gebärende wirklich in Ruhe auf die Geburt der Plazenta warten? Wurde ihr das Kind an die Brust gegeben? Gab es ein Mittel um nachzuhelfen? Oder war nach einer Stunde einfach klar "Die Plazenta kommt nicht"?
Und was heißt Kopf nicht eingestellt, bei vollständiger Eröffnung?
Schlechte Ernährung...heutzutage wirklich nicht optimal, aber ist sie nicht trotzdem besser als je zuvor, seit es die "Zivilisation" gibt?

Ich würde sagen: Ja Geburten sind definitiv schwieriger geworden!
Aber es liegt nicht an den Gebärenden, sondern an den Geburtsverhinderern äääh ich mein natürlich helfer :zahnlos:
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die eule
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon die eule » Di 5. Jun 2012, 08:33

meine hebamme meinte mal, dass die tendenz zu mehr sternenguckern, zwillis und bel geht, weil die frauen heutzutage erst recht spät kinder bekommen, teilweise künstliche befruchtung genutzt wird und es eben auch viele frauen in bürojobs gibt, die sie sich wenig oder 'falsch' bewegen. diese geburten sind dann oft etwas schwieriger. der ganze technik-überwachungswahn ist das i-tüpfelchen. ich will gar nicht wissen, wieviele mütter und babys eine ganz normale gesunde geburt gehabt hätten, ohne diesen ganzen sch...
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endless-hope
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon endless-hope » Di 5. Jun 2012, 08:44

Ich denke auch das die Psyche extrem mitspielt. Ich glaube kaum eine Frau bekommt wirklich zu 100% aus dem Kopf wenn etwas nicht gleich richtig läuft das sie erstmal nicht darüber nachdenkt. Es wird uns ja richtig eingetrichert.
Und ich denke das wir sehr viele Fähigkeiten teilweise verlernt haben. Nicht alle aber die meisten.
Wenn ich irgendwas hatte früher wusste ich immer genau was ich habe. Das war dieses Gefühl. Ich war mir ganz sicher. Jahrelang hatte ich Probleme mit dem Blinddarm der sich immer wieder leicht entzündete und ich Schmerzen hatte das ich schreiend und heulend da lag und nur noch gespuckt habe. Krankenhaus Blutuntersuchung Ultraschall, ja wir sind uns nicht sicher was es ist, warten wir ab. Aber ich wusste das die Schmerzen nach einigen Stunden besser werden. Ich habe mir das jahrelang anhören müssen und wurde letzten Ende mehr auf meinen Wunsch hin operiert. Blinddarm entfernt, nie wieder diese Schmerzen. Und es waren Verwachsungen am Blinddarm. Also hatte ich die ganze Zeit Recht mit meinem Gefühl.
Ist jetzt zwar weit vom Thema weg, aber gehört doch dazu. Die meisten haben verlernt die nonverbalen Signale der anderen noch deuten zu können. Und dennoch laufen ca. 90% der Kommunikation nonverbal ab. Auch wenn wir das vielleicht nicht bewusst wahrnehmen, so reagiert doch unser Körper darauf und das ist gerade bei Schwangerschaft und Geburt auch mit ein Grund warum plötzlich etwas nicht mehr richtig läuft. Die Hebamme/Arzt wer auch immer hat etwas an uns "gesendet" was wir so nicht richtig wahrgenommen haben, aber der Körper reagiert darauf und plötzlich geht nichts mehr.

Versteht ihr wie ich meine?


Was ich damit sagen will wir müssen viel mehr auf uns und unser Gefühl hören, als auf das was außenstehende zu irgendwas meinen.

aramis
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon aramis » Di 5. Jun 2012, 09:32

Ich sehe das Thema sogar noch weitgreifender in den geistigen Bereich rein, aber das würd hier den Rahmen sprengen.
dann spreng den rahmen!
das kann ich aus mehrerlei gründen kaum machen, die wenigsten hier würden mit einem christlich-spirituellen Thema wirklich was anfangen können - aber wir können uns gern per pm austauschen wennst magst :finger:

Nur soviel sei gesagt - jeder bekommt immer die Erfahrungen im Leben, die er braucht, um zu lernen und zu wachsen

Würden nicht so viele Frauen einen KS kassieren, würden sich die wenigsten überhaupt gedanken drüber machen, ob es auch anders geht, nämlich natürlich und in den eigenen vier Wänden. Und auch, wenn schon unzählige Frauen einen KS hatten, muss doch jede einzelne durch diesen Weg durch, denn die Erfahrung der anderen Frauen ändert oft wenig in unserer Sichtweise und unserem Verhalten - erst, wenn wir, wie in unserem Fall, selber den KS hinter uns haben, erkennen wir, dass wir doch einiges ändern sollten.
aber das wird a bissal OT :blush:
von Herzen alles Liebe
Manu
Frechdachs 10/2007 "spontaner" KS wg BEL
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Quietschemaus 09/2014 Wassergeburt HG
Mausebaby 04/2016 Wassergeburt HG

Meow

Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon Meow » Di 5. Jun 2012, 17:21

Natürlich gibt es reale Komplikationen. (Und nicht zu vergessen die reale Rate von 1-2% die die Sektio wirklich rettet)
Mit einer GUTEN Geburtshilfe (oder garkeiner ;) ) wird mit diesen Komplikationen richtig umgegangen und es gibt normale Geburten. Kompliziert heißt ja nicht unmöglich ;)

ABER wo gibt es denn noch gute Geburtshelfer? Richtige und natürliche Geburten werden vergessen, weil sie im KH niemand mehr zu Gesicht bekommt. Die Ausbildungsinhalte sind pathologisch von vorn bis hinten. Natürliche Vorgänge werden zu lebensgefährlichen Risiken stilisiert bis sich jeder ins Hemd macht, wenn er nur das Wort Zwillinge, Entbindungstermin oder BEL hört.
Und auch eine Hausgeburtshebamme wurde in diesem Wahnsinn ausgebildet.
Was heißt denn schon, dass die Plazenta nicht kommt? Konnte die Gebärende wirklich in Ruhe auf die Geburt der Plazenta warten? Wurde ihr das Kind an die Brust gegeben? Gab es ein Mittel um nachzuhelfen? Oder war nach einer Stunde einfach klar "Die Plazenta kommt nicht"?
Und was heißt Kopf nicht eingestellt, bei vollständiger Eröffnung?
Schlechte Ernährung...heutzutage wirklich nicht optimal, aber ist sie nicht trotzdem besser als je zuvor, seit es die "Zivilisation" gibt?

Ich würde sagen: Ja Geburten sind definitiv schwieriger geworden!
Aber es liegt nicht an den Gebärenden, sondern an den Geburtsverhinderern äääh ich mein natürlich helfer :zahnlos:

die geburtsgeschichte mit der plazenta weiß ich leider nicht genau, ich hab nicht mit meiner freundin selbst darüber gesprochen...

und dass sich der kopf nicht ins becken gesenkt hat, weiß ich ziemlich genau. die freundin hatte 3tage wehen, ihre hebamme(die auch meine ist) ist bestimmt keine überwachungshebamme(bei mir hat sie genau einmal muttermund und herztöne kontrolliert während der geburt) und angstscheisserl is sie auch keins(damit mein ich, dass sie nicht wegen einem furz ins kh fahren würde), sie hat ziemlich lang zugewartet, aber letztenendes gabs keine andere option. ich denke sowas kann schon mal vorkommen. sie hat bis jetzt über 3000 geburten begleitet und das war der erste oder zweite kaiserschnitt bei hg. ich denk da hat die psyche und vielleicht sogar die angst auch sehr viel mitgespielt.

ich bin schon der meinung, dass die ernährung eine zentrale rolle spielt und bestimmt nicht besser ist als je zuvor. im gegenteil, es wird immer mehr verpestet, wir können ständig alles haben, bekommen sehr viel genmanipuliertes obst und gemüse. viele wissen nichtmal mehr wie eine echte und vorallem gute tomate schmeckt ;))

Zorenka
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon Zorenka » Di 5. Jun 2012, 19:27

Zum größeren Zusammenhang kann ich nichts sagen. Aber von meinem Umfeld kann ich bestätigen, dass viel Angst da ist. Ich kenne mehr Frauen mit KS als ohne, was ich schon heftig finde. Und eine hochschwangere Freundin hat von "ihrem" KH erfreut von Schmerzlinderungsmmöglichkeiten und Wehenhemmern, "damit man sich ausruhen kann, wenn es zuviel ist", erzählt. Eine Geburtshausgeburt fanden fast alle riskant und fast schon verantwortungslos.

Wenn man fragt, ob jemand stillen will, sagt auch jeder: "wenn es klappt. Ist nicht ganz das Gleiche, aber zeigt auch wenig Vertrauen in eigene natürliche Fähigkeiten.
Räuberwichteline Okt. 2011 (KS) und Novemberbub 2015 (GH)

herzenswunsch
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon herzenswunsch » Fr 31. Aug 2012, 18:56

Laut Odent ist es so, dass Geburten immer schwieriger werden.

Leider kann ich keinen Link setzen, sondern nur berichten, was ich aus einem Vortrag von ihm 2011 mitgenommen habe:

Er sprach davon, dass synthetisches Oxytocin heute standardmäßig bei Krankenhausgeburten verabreicht wird.
Dieses synthetische Oxytocin ist plazentagängig und beeinflusst die Hirnentwicklung des Ungeborenen negativ.
Er sagte, dass wir mit unseren Geburtsbedigungen die gesamte Gesellschaft verändern, Menschen aggressiver werden, bindungsunfähig und unglücklich und irgendwann auch unfähig natürlich zu gebären.
Wir greifen schon vor der Geburt tief in die Entwicklung des menschlichen Oxytocin-Systems ein und stören somit eine gesunde Entwicklung.
Da gerade das Oxytocin-System so wichtig ist für die natürliche Geburt, werden wir bzw. tragen wir die Konsequenzen.


Diese Seite hat er damals als "Info-Seite" genannt:
http://www.wombecology.com/index.php

Hier findet man einiges zum Oxytocin und seiner Aufgabe:
http://www.fruehe-kindheit.net/index.ht ... geburt.htm

wummel
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Re: Geburt immer schwieriger??

Beitragvon wummel » So 9. Sep 2012, 07:13

mir kommt bei dem thema noch ein anderer gedanke: könnte es nicht auch eine rolle spielen, dass wir immer leistungsorientierter werden?
ich selbst bin ja ein perfektionist; umso schlimmer ist es für mich, wenn etwas nicht so funtioniert, wie ich es will bzw. wie es in meinen augen "normal" wäre.

vielleicht verkampfen sich daher auch viele frauen bei der Schwangerschaft und geburt, wenn etwas nicht so läuft, wie es "sein müßte". wenn also vielleicht die wehen mal kurzzeitig etwas nachlassen, dann wird es vom arzt oder der hebamme gleich kommentiert, anstatt einfach mal abzuwarten, die frau fängt gleich an zu zwifeln "was stimmt denn bei MIR nicht, wieso FUNKTIONIERTE ich denn nicht richtig??" sie verkrampft sich, anstatt es entspannt zu sehen. und das adrenalin den natürlich geburtsvorgang behindert, wissen wir ja.

Ansonsten bin ich mir sicher, dass foglende faktoren massiv eine natürliche geburt behindern:
-dazwischenfummeln der geburtshelfer, wenn sie einfahc mal abwrten sollten (besonders beim warten auf die plazenta!!!!)
-ängste bei der frau, dass es ja eh nicht klappen kann - oder weil die geburtshelfer irgendwelche andeutungen machen
-gestörte Privatsphäre während der geburt
-fehlendes vertrauen in die eigenen fähigkeiten, weil denfrauen spätestens mit Schwangerschaft-beginn andauernd suggeriert wird, dass ohne arzt- oder auch hebammenbetreuung bei Schwangerschaft und geburt es nur zur katastrophe kommen kann
Maus Okt. 2007 KH
Frotzel-Potz Nov. 2011 HG


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