Jonathan- unser 5.Kind!

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Lillifee3
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Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Lillifee3 » Di 22. Okt 2013, 13:04

Jonathan, ist genau wie seine vier Geschwister ein geplantes, lang ersehntes Wunschkind.
Die Geschwister sind fast 15, fast 11, 6 und 3 Jahre älter.
Nach vier komplikationslosen Geburten, drei davon zuhause, wünschte ich mir von Anfang an nichts lieber als eine erneute Alleingeburt in unserem tollen Geburtspool.
Die letzte Geburt fand schon so statt und ich lechtzte nach Wiederholung!

In der Schwangerschaft mit Jonathan gab es allerdings einige Unwägbarkeiten und kleinere Problemchen, so dass mir recht bald bewußt wurde, dass diese Planung eventuell nicht umsetzbar sein würde.
Ich erfuhr in der 12.SSW von einer verdickten Nackenfalte und einer Plazenta praevia marginalis.
Beides Dinge, die mir Sorgen bereiteten.
Nach zwei Terminen in einem Perinatalzentrum bekamen wir die beruhigende Diagnose: Ein gesundes Kind! :hurra2:

Die Diagnose mit der Plazenta verfolgte mich noch bis zur 28.SSW, dann endlich wuchs die Gebärmutter nocheinmal und zog die Plazenta ein wenig mit sich hoch. Immerhin 4,2cm Randabstand schaffte ich.
Bis dahin allerdings hatten mein Mann und ich eine wochenlange Angst und Panikmache von Seiten der betreuenden Ärzte und leider auch Hebammen hinter uns.
Mein Mann sprach zunehmend davon: "Diese Schwangerschaft steht unter einem schlechten Stern!"
Meine Gefühle blieben von diesen Äußerungen natürlich nicht unberührt obwohl ich eigentlich wusste: "Es ist alles in Ordnung."
Ich wurde immer trauriger, hilfloser. Fühlte mich von allen Helfern verlassen und um das zukünftige Geburtsereigniss schon im Vorhinein betrogen. sadnew

Deshalb meldete ich mich trotz wiederstebender Gefühle im Geburtshaus an, denn dort erhielt ich immerhin eine angstfreie Betreuung. Zusätzlich hielt ich mir noch eine unsichere Hausgeburtshebamme warm.
Medizinisch, körperlich ging es mir in den letzten Wochen gut. Psychisch war ich teilweise extrem angeknackst, wollte am liebsten diese Schwangerschaft rückgängig machen und nocheinmal neu beginnen.

Ab der 36.SSW bekam ich zunehmend Senk - und Übungswehen. Ein paarmal probte ich den Ablauf für eine mögliche Alleingeburt im Pool.
Etwa eine Woche vor dem ET begannen die Wehen auch ernsthaft wehzutun und ich ertappte mich jedesmal bei einer ungewohnten Panik.
Wiederholt gab es Streitgespräche mit meinem Mann, ob wir eine Alleingeburt oder hebammenbegleitete Geburt anstreben würden. Er beharrte auf professionelle Hilfe diesesmal, wollte die Verantwortung wegen der tiefsitzenden Plazenta gerne abgeben. Sein Grundgefühl blieb besorgt und panisch.

Zur Geburt:

Am 14.Oktober 2013, bei ET+5, um ca. 9:00h morgens löste sich während ich beim Einkaufen war, der Schleimpropf.
Auf einmal fühlte sich mein Slip so nass und kalt an und ich dachte noch: "Hoffentlich platzt dir jetzt nicht die Fruchtblase!"
Zuhause angekommen schaute ich sofort nach und rief anschließend meinen Mann im Büro an.
Er war, wie die Tage zuvor schon in ständiger Bereitschaft seinen Arbeitsplatz stündlich verlassen zu können und so beschlossen wir nach 2 weiteren Stunden und einigen nervösen Telefonaten, dass er erst mal nach Hause kommen würde.
Der Nachmittag verlief dann enttäuschend ruhig. Während ich erst noch einige Zeit ein unruhiges Gefühl im Bauch gehabt hatte, tat sich gegen Nachmittag gar nichts mehr.
Am Abend ging ich in die Badewanne, massierte den Bauch mit UT-Öl. Dieses hatte ich am Tag zuvor von meiner Lieblingshebamme (E.) im GH bekommen.
Dann ging ich früh ins Bett, wollte mich für die Nacht ausruhen. Wer weiß, was noch folgen würde.
So richtig einschlafen konnte ich dann aber doch erst gegen 22:30h.

Um 23:10 wurde ich schlagartig wach: Blasensprung! Aber wie! Das hatte ich vorher noch nicht so erlebt. Es strömte nur so aus mir heraus.
Warme Nässe breitete sich rasent schnell im Bett aus. Zum Glück hatte ich schon wochenlang vorher ein dickes Molton unter das Laken gelegt, für den Fall der Fälle.
Ich versuchte trotzdem mit so wenig Bewegungen wie möglich aufzustehen, was mir natürlich nur schwerlich gelang.
Vor dem Bett war eine wasserdichte Folie ausgelegt, da durfte das restliche Fruchtwasser gerne draufplätschern.
Ich bückte mich zu der vorbereiteten Kiste hinunter, in der schon allerlei Handtücher und Unterlagen für die geplante Geburt warteten.
Damit trocknete ich mich erst mal notdürftig ab, klemmte mir ein dickes Handtuch zwischen die Beine und watschelte so ins Nebenzimmer in dem mein Mann schlief.
Er reagierte ausgesprochen schnell, war gar nicht so verschlafen wie sonst.
Ich bat ihn das Bett abzuziehen und den Boden zu wischen.
Währenddessen schleppte ich mich ins Bad: Die erste Wehe rollte an!
Von Anfang an waren sie sehr unangenehm und im 3 Minuten-Takt. Ich musste nun auch dringend zur Toilette, der Darm entleerte sich heftig. Ich untersuchte mich, auf der Toilette sitzend selber: MuMu ca: 2-3cm.
Mir klopfte das Herz bis zum Halse, ich war aufgeregt wie nie und verunsichert wie ich nun entscheiden sollte.

Mein Mann stand da und wartete auf weitere Anweisungen, wollte schon beginnen das Wasser in den Pool zu lassen.
Ich bat ihn einen Moment inne zu halten, damit wir nun zusammen überlegen könnten, welcher Ablauf für uns Stimmig wäre.
Ich wollte keine Hausgeburt erzwingen, unter der unsere Partnerschaft, das Vertrauen zueinander leiden würde.
Außerdem war klar: Die Hausgeburtshebamme (I.) ist leider krank. Sie können wir nicht mal im Notfall dazuholen.
So war es zwar die ganzen Monate geplant, doch nun war alles anders.

Gemeinsam einigten wir uns darauf erst mal die Telefonansage des Geburtshauses anzurufen, in der wir erfahren würden, welche Hebamme für mich zuständig wäre.
Tatsächlich meinte das Schicksal es gut: Meine Lieblingshebamme (E.) hatte erneut Dienst, musste für ihre kranke Kollegin einspringen. Nachdem wir das erfahren hatten, war klar: Wir werden unser Kind dort bekommen!
Ich rief E. auf ihrem Handy an, schilderte die Lage und sie verabredete sich mit uns ab Mitternacht vor Ort.

Ein paarmal warf ich noch einen unsicheren Blick zurück ins Schlafzimmer, wo der vorbereitete Pool nun doch nicht zum Einsatz kommen würde. Hatte ich richtig entschieden?
Nachdem wir unseren Ältesten nocheinmal geweckt und die Lage geklärt hatten, fuhren wir kurz vor Mitternacht los.
Um kurz nach Zwölf erreichten wir das Geburtshaus, fuhren mit dem Auto direkt auf den Hof vor die Tür.
Das wäre tagsüber nicht möglich gewesen. Schwer bepackt, mit Babyschale und zwei Taschen kamen wir schließlich bei E. an.

Sie begrüßte uns herzlich. Und ich freute mich, denn zu ihr hatte ich von Beginn an ein besondere Anziehungskraft gespürt.
Sie begleitete uns ins Geburtszimmer, dass sie wunderhübsch vorbereitet hatte.
Tolles indirektes Licht, Kerzenschein, frische Blumen auf dem Wickeltisch, rote Bettwäsche und angenehme Wärme empfingen uns. Im Badezimmer war schon die Geburtswanne mit warmem Wasser befüllt, auch hier herrschte eine romantische Stimmung durch einige Teelichter in hübschen Gläsern.

Zuerst sollte ich nun ans CTG, saß dazu auf der Bettkante, denn liegen war mir sehr unangenehm.
Doch weit kamen wir nicht. Schon drei Wehen und knappe 15 Minuten später, spürte ich wieder heftigen Stuhldrang.
Ich konnte es wärend der Wehe kaum halten und schickte meinen Mann eilig raus um E. bescheid zu geben.
Die kam auch schnurstracks zurück und befreite mich von den Kabeln.
"Kommt das Baby schon?" Wollte sie nur wissen. Aber ich verneinte und so wurde ich zur Toilette entlassen.

Im Anschluss an einen komischerweise erfolglosen Toilettengang beschlossen wir das CTG abzulassen. Ich stieg in die Wanne, versuchte es mir dort bequem zu machen. Allerdings fand ich die Position im halbliegen für mich nicht optimal. Auch knien war mir auf dem ungepolsterten Boden zu ungemütlich. Ich war nun von 0:45 bis 2:00h in der Wanne. Aber mit der Zeit bemerkte ich, wie die Wehen kürzer und schwächer wurden. Da kam keine Power mehr an. Zudem wurde ich zunehmend müde.
Um 2:00 bat ich E. mich zu untersuchen. Sie kam zu dem Ergebnis: 4cm und MuMu nach hinten verzogen.
Da war mir und auch ihr klar: Ich muss raus aus dem Wasser!

Ich trocknete mich ab, steuerte dann direkt das Bett an und legte mich kurz hin. Tatsächlich fielen mir auch augenblicklich die Augen zu und ich dachte noch im Wegdämmern:" Dann schlaf ich eben ein paar Stunden!"
Mein Mann, der bis dahin schon alles gefilmt hatte, wollte sich gerade danebenlegen, da erwischte mich um 2:08h die nächste, richtig heftige Wehe!
Ich wälzte mich stönend auf dem Bett hin und her, so überfordert war ich mit der plötzlichen Gewalt.
Auf der Videoaufnahme hört man die Stimme der Hebamme im Hintergrund: "Aha!"

Nun folgten die Wehen Schlag auf Schlag! An ein ruhiges veratmen war nicht zu denken, ich tönte und stönte mich einfach nur hindurch. Ich fand auch keine richtig gute Position für mich. Sitzen, stehen, Vierfüßlerstand... Ich probierte alles aus.
Bereits 17 Minuten später, um 2:25h, errreichte ich die Übergangsphase, die bei mir immer mit Stuhlabgang und Übelkeit verbunden ist. Nach drei weiteren Wehen, gegen 2:30h war auch diese Phase vorbei und ich wechselte nun vom Vierfüßlerstand auf den Hocker.

Leider ging auch nun, in der Pressphase erneut Stuhlgang ab. Das war mir sehr unangenehm! Und ich entschuldigte mich mehrfach.
Dann spürte ich das Kind! Es kam genauso schnell durch den Geburtskanal geschossen, wie die anderen Phasen davor schon ahnen ließen. 3 oder 4 Presswehen waren es nur. Richtig mitdrücken musste ich nicht, ich spürte: Noch mehr Druck und Schub verträgt das Kind (und auch mein Gewebe) nicht. Also hab ich versucht so locker wie möglich zu lassen und mein Kind einfach heraus zu atmen.
So einfach wie es klingt war es aber nicht. Ich wußte kaum wohin mit der geballten Energie und dem wahnsinnigen Druck und Schmerz währenddessen.
Ich krallte mich in die Oberschenkel meines Mannes, der hinter mir saß und brüllte mit geschlossenen Augen!

Die Hebamme empfing dann unser Kind und forderte mich auf die Augen zu öffnen: "Guck mal wer hier ist!"
Wir sahen Jonathan an, der mit weit aufgerissenen Augen und dem "Moro-Schreckreflex" (Arme weit ausgereitet) zu mir hochgereicht wurde.
Erleichterung, Glück und Freude durchströmten mich und ich sah mir unser perfektes kleines Baby an! :babyglueck:
Ein kurzes husten und dann kam schon sein erster Schrei. Er war definitiv der fitteste unserer fünf Kinder!
Bis auf eine kleine Blutspur an der Stirn war er komplett sauber und ohne Käseschmiere.

Mir wurde von der zweiten Hebamme ein vorgewärmtes Handtuch gereicht in das ich Jonathan einschlug. Schon bald wechselte ich vom Hocker auf das Bett. Aber so kraftlos wie ich war, brauchte ich auch dabei tatkräftige Unterstützung.
Im Bett legte ich Jonathan recht bald an und produzierte damit natürlich kräftige Nachwehen. Aber genauso war es ja auch gewollt. Nur leider ließ die Plazenta lange auf sich warten und ich war durch den heftigen Schmerz der Nachwehen bald in einem regelrechten Schmerz- und Hormonrausch! :zahnlos:
Mein Körper bäumte sich immer wieder auf, die Wehen wurden unerträglich für mich und ich konnte mich schon nach wenigen Minuten nicht mehr um unser Kind kümmern.

Die zweite Hebamme übernahm das dann zusammen mit meinem Mann. Der Kleine musste unter die Wärmelampe, während ich aufgefordert wurde die Plazenta herauszudrücken.
Das erschien mir viel zu schnell. Aber nach einem Blick auf die Uhr sah ich, dass seit der Geburt bereits eine Stunde vergangen war!
Ich hockte mich also im Bett über eine Unterlage, betonte immer wieder, dass ich die Plazenta aufrecht am besten gebären könnte.
Aber sie kam nicht. Es war einfach noch nicht soweit. So gern ich die Schmerzen losgewesen wäre und so schlecht wie es mir ging, aber das wußte und betonte ich immer wieder!

Schließlich wurde ich aufgefordert bis zur Toilette zu laufen, dort ein wenig zu sitzen und zu pressen.
Ich blies sogar in eine leere Flasche, aber der Druck im Bauch der dadurch entstand raubte mir fast die Besinnung!
Es war noch nicht soweit!
Mit letzter Kraft schleppte ich mich zurück zum Bett, ich war einer Ohnmacht nahe.
Jetzt kam ich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr konnte und auch um Hilfe bat.
Wenn ich schon im Geburtshaus war, anstatt alleine zu Hause, dann sollten sie mir auch helfen, dachte ich.
Ich bekam dann Traubenzucker und etwas zu trinken.
Es fiel mir sehr schwer das zu mir zu nehmen, mir war so übel, dass ich dachte mich davon übergeben zu müssen.

Schließlich, nach 1,5 Stunden quälerei kam um 4:02h, die Plazenta: Vollständig und ohne nennenswerten Blutverlust! Ein Glück! Sofort ließen die wahnsinns Krämpfe nach und ich tauchte aus meinem Schmerznebel wieder auf.
Anschließend konnte Jonathan noch mal an die Brust, bevor schließlich die U1 und das erste Anziehen folgten.

Ich wurde währenddessen genötigt einen Müsliriegel und einen Tee mit Honig zu mir zu nehmen, denn irgendwie musste ich ja auch noch den Rückweg nach Hause schaffen. :tee:
Tatsächlich gab mir dieser kleine Snack etwas Energie zurück, so dass ich in der Lage war mich anzuziehen.
Um 5:20h wurden wir letztendlich nach Hause entlassen. Draußen goß es in Strömen, das fahren auf den engen Straßen vor Ort war nur unter äußerster Vorsicht möglich.

Um 5:45h kamen wir schließlich an, mein Mann trug unsere wertvolle Ladung feierlich nach Hause.
Es war perfekt getimt!
Ich hatte gerade noch genug Zeit ein wenig die Taschen auzupacken, das Baby und mich ins Bett zu legen, als der Wecker klingelte, der unseren vier Kindern den Beginn des Tages signalisierte.

Sie hatten alles verschlafen und nun lag da im Bett die Mama mit dem neuen Brüderchen auf dem Bauch! Unsere Kinder waren begeistert! kolobok-party-dancers

Von meiner Hausgeburtshebamme, die in den ersten Tagen zur Nachsorge kam, erfuhr ich, dass diese lange Nachgeburtsphase nicht als normal einzustufen ist.
Ich kann von Glück sagen, dass ich nicht verlegt worden bin. Im Krankenhaus wären spätestens nach 30 Minuten Maßnahmen ergriffen worden, nach einer Stunde wäre ich im OP für eine Ausschabung gelandet. :hilfe:
KH-Blitzgeburt November 1998
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Und zehn kleine Sternchen in neun kleinen Geburten

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Sonnenblume23
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Sonnenblume23 » Di 22. Okt 2013, 13:46

Ganz herzliche Glückwünsche zum kleinen Jonathan :flagge: Unsere Nummer fünf heißt auch Jonathan und er hat auch einen etwas anderen Weg ins Leben gewählt, als die anderen. :rainbow: Alles Gute für euch.
Grüße
Sonne mit

8 Kindern an der Hand und vieren im Herzen
1 KH Geburt und 7 Kaiserschnitte, vier davon selbstbestimmt
und drei kleinen Geburten zuhause


Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt

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weib1969h
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon weib1969h » Di 22. Okt 2013, 14:58


:princess: :blume: herzlichen glückwunsch und danke fürs teilen. :rosabrille:

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Selma
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Selma » Di 22. Okt 2013, 15:35

Danke für den spannenden Bericht!
Lob an dich und deine Stärke, an den Glauben an deine Kraft und zur schließlich reibungslosen Geburt!
Von meiner Hausgeburtshebamme, die in den ersten Tagen zur Nachsorge kam, erfuhr ich, dass diese lange Nachgeburtsphase nicht als normal einzustufen ist
Naja, also 1,5 Std sind ja nun nicht sooo lang. Und daß du nach der erschöpfenden Geburt erstmal wieder Kräfte mobilisieren mußtest um mit den Nachwehen und der Plazentageburt klarzukommen, erscheint mir stimmig.
Bei mir hats auch über 1 Std gedauert, bis die Plazenta kam. Und ich war alles ander als erschöpft nach der Geburt! Die Hebammen wurden leider auch schon leicht nervös, was mich irritiert hatte, da ich, genau wie du, das Gefühl hatte, alles ist in Ordnung. Und so war es auch.
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Lillifee3
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Lillifee3 » Di 22. Okt 2013, 16:59

Ja, Selma, du hast völlig Recht! 1,5 Stunden sind wirklich nicht so lang. Ich bin ehrlich gesagt auch entsetzt, dass Frauen diese Zeitspanne nur unter günstigsten Vorraussetzungen gegönnt wird.
Meine Hebamme erzählte aber noch, was ihr und ihren Kolleginnen in den Krankenhäusern die Hölle heiß gemacht würde, wenn sie Frauen mit einer "Plazentalösungsstörung" bringen und bereits mehr als eine halbe(!) Stunde Zeit seit der Geburt vergangen ist.
Die Stimmung gegen Hausgeburten ist wohl zur Zeit deutlich zu spüren!

Was ich im Übrigen ganz vergessen habe zu erzählen: Obwohl es doch eigentlich jede Hebamme besser weiß, versuchte die Hebamme (E.) doch tatsächlich die Plazenta durch Zug an der Nabelschnur zu holen.
Ich hab sie vorher extra mehrfach gefragt, ob es schon positive Lösungszeichen gibt. Diese Frage konnte sie aber nicht sicher beantworten!!
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon parapluies » Di 22. Okt 2013, 19:23

wow, das liest sich nach einer sehr intensiven Geburt.
Danke für deinen Bericht!
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Hibbeltrine
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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Hibbeltrine » Di 22. Okt 2013, 19:48

Vielen Dank fürs Teilen dieses mutmachenden und kraftvollen Berichts, Lillifee! :rainbow: :herzen: :hug: :flagge: :hausgeburt:
- Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd (William Shakespeare) -

Es grüßt die Trine (Boardgrantlerin)

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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon jessica » Mi 23. Okt 2013, 15:47

vielen dank für den spannenden bericht.
nochmal herzlichen glückwunsch und eine schöne kennenlernzeit euch. :blume: :herzen: :wolke: :flagge:
sternchen 11/'12 und 10/'13 und 02/'14 und 11/'14

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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon kati » Fr 25. Okt 2013, 21:55

nochmal herzlichen glückwunsch und danke für deinen bericht

:willkommen: kleiner jonathan
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

Kati

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Re: Jonathan- unser 5.Kind!

Beitragvon Lillifee3 » Mi 11. Dez 2013, 14:52

Jetzt hat das GH endlich die Daten aktualisiert: Unter unsere Kinder - Oktober 2013 steht Jonathan am 15. drin. In der Fotogalerie ist er auch zu sehen.
http://www.geburtshaus-hamburg.de/aktuelles/babys/2013/
:hurra2:
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