Madamchen 29.1.12

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Lilith73
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Madamchen 29.1.12

Beitragvon Lilith73 » Do 3. Jan 2013, 14:39

Wahrscheinlich wird der Bericht gestückelt, muss die leider eher seltene Gelegenheit nutzen, dass beide Monsterchen mal gleichzeitig schlafen...
Zur Vorgeschichte: Im Nov.10 hatte ich meine 1. "Geburt" als Sectio wegen präpathologischen CTG, weil ich entgegen ursprünglicher Absicht dann doch aus Angst, wehend mit meinem psychisch ziemlich labilen Mann ins nächste GH fahren zu müssen, mich zu einer ambulanten Geburt in der nächsten Klinik durchrang, zumal mir immer wieder vorgeschwärmt wurde, wie nett die dort sind.
Nach knapp 6 Monaten war ich (geplant) wieder schwanger und fest entschlossen, dass dieses Mal alles besser wird. Das nächstgelegene GH lehnte mich nach erster Zusage dann doch wegen des ach so kurzen Abstandes ab, weil eine Bekannte einer dort arbeitenden Hebamme eine Uterusruprur bei einer Erstgebärenenden miterlebt hatte und man sich nun befangen fühlte... :? So kam ich zum 2.nächstgelegenen GH (50km LAndstrasse) , wo ich mit offenen Armen aufgenommen wurde.
Nach ähnlich unauffälliger Schwangerschaft wie beim Großen ging am Donnerstag der Woche vor ET am Sonntag ein blutiger Schleimpropf ab. Am Samstag nahm das Ziehen dann im Laufe des Tages dann doch ziemlich zu so dass ich abends auf Drängen meines Mannes die diensthabende Hebamme anrief, die mich im weiterhin abwarten bestärkte. Kurz nach dem Zubettgehen wurde es dann doch etwas unangenehm, zunehmend schmerzhafte Wehen scheuchten mich hoch, auch zwischendrin konnte es ich nur mehr sitzend als liegend aushalten, an Schlaf war nicht zu denken. Zwischen2 und 3 Uhr gesellte sich fieser Brechreiz hinzu, etwas erleichtert wurde das Ganze aber durch den Gedanken, dass sich offensichtlich was tut. Trotzdem war ich ziemlich fertig und hatte Angst, dass das nun vielleicht trotzdem noch 3-4 Tage so weitergeht (wie die Hebamme am telefon angedeutet hatte)und ich auch selber angesicht von Abständen zwischen den wehen vo 20-30min vermutete. Am Sonntag, dem ET, rief ich dann dieses MAl auch eigeninitiativ, die nun diensthabende Hebamme an, passenderweise auch die, die ich mir bei freier Wahl ausgesucht hätt... Wir vereinbarten, um 12 Uhr zur Untersuchung im GH zu sein, auch sie sagte aber gleich, dass es noch etwas dauern könne. Unterwegs hatte ich nur 3 Wehen und stellte mich darauf ein, wieder heimgeschickt zu werden, obwohl ich selber das Gefühl hatte, die Geburt habe begonnen. Der MuMu war aber dann doch schon 4cm auf, wir durften also bleiben... Einmalig wurde ein CTG geschrieben (für die Akte), H. (mein Mann) wurde was zu essen holen geschickt, da ich auf Nachfragen gestehen musste, seit Samstag Mittag nichts gegessen zu haben. Ich würgte ein Brötchen herunter, dann gingen wir 1,5h spazieren. Bei Rückkehr war ich bei 6cm angekommen. Die Freude währte aber nur kurz, denn dann legte das Brötchen den Rückwärtsgang ein... NAch einer Weile versuchte ich es dann wenigstens mit Traubenzucker und Tee, leider gleiches ERgebnis... M., die diensthabende Hebamme, schaute etwas besorgt, versuchte mich auch zum Hinlegen zu überreden, damit ich etwas Kraft schöpfen könne. Ging aber leider wie schon nachts nicht, sobald ich in annähernder Horizontale war, setzten fiese Wehen ein, die sich einfach anders als die "Normalen" im Laufen irgendwie falsch anfühlten. Ich hatte dann "Lust" auf BAdewanne, wo ich mich tatsächlich gleich besser fühlte. Dummerweise wurden hier die Wehenpausen (von den "guten" Wehen" ) wieder länger, so dass M. wieder besorgt schaute und meinte, nun müsse sich aber mal langsam wieder was tun, mich nochmal genau nach dem Verlauf der NAcht fragte. ZUm Glück war ich mir aber ganz sicher, dass ich es schaffen werde, so dass mich auch die damit dezent angedrohte verlegung nicht aus der Ruhe brachte. Ich beschloss, nun sei es wieder an der Zeit zu Wandern (hinterher lobte mich M. dafür, dasss ich offensichtlich immer genau wußte, was ich gerade brauchte). Nach einigen Runden auf dem zum Glück recht langen Flur des GH stellte sich plötzlich eine sehr heftige Wehe ein, die mich anders als die bisherigen "guten" wehen am Weitergehen hinderte. Auf H. gestützt schlurfte ich dann ins Geburtszimmer, versuchte mich zunächst im Vierfüsser. M. rief die 2. Hebamme B. und die Praktikantin an, die Freude in der austreibungsphase angekommen zu sein, wurde nun aber deutlich getrübt durch meine auf einmal erschreckend deutlich werdende ERschöpfung. Die restliche Zeit kämpfte ich nun um eine produktive Position, die ich trotz zitternder Beine halten konnte (blödes :kotz: ). B. erzählte mir, sie könne schon die dunklen Locken unsrer Kleinen sehen. H., der mir bisher entgegen meiner Befürchtungen eine echte Stütze nicht nur auf dem Rückweg ins Gbeurtszimmer gewesen war, versuchte irgendwas lockeres zu sagen, was aber leider nicht passte. Kurzerhand schmiss ich ihn raus. 1Min später war Madamchen da. Wunderschön, tatsächlich mit dunklen Locken und außerdem tiefblauen Augen (die Haare sind inzwischen hellblond, die Augen aber immernoch tiefblau). Ich durfte ausgiebig mit ihr schmusen, sie suckelte auch gleich an der Brust. Was war ich selig...

Leider gings dann am nächsten Tag nicht so toll weiter. Kurz nachdem meine NAchsorgehebamme das erste Mal da war und die noch trockenen Windel bemängelte, begann Madamchen Schleim mit alten Blutresten zu brechen und trank auch nicht mehr an meiner Brust. Ich bekam Panik und rief unseren Kinderarzt an, der sie mit Blaulicht in die KLinik schickte, die sie dann auf die ITS verfachteten, obwohl sie sonst einen guten Eindruck machte. Sowohl die GH-Hebammen als auch meine NAchsorgehebamme meinten, es sei nur Fruchtwasser gewesen, allerdings haben sie das Schleimzeug auch nicht gesehen. In der KLinik stellten sie einen viel zu niedrigen Quickwert fest, der sich erst nach 5 Tagen und etlichen Vitamin-K-Gaben besserte. Was echt ätzend war: ich durfte oft nicht zum Stillen rein und mußte bei <-10Grad mehrmals nachts erstmal 500m durch die Gegend schlurfen um sie stillen zu können. Trotzdem stillen wir übrings immer noch! (Der Große hat sich mit 5 Monaten einfach abgestillt...)

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Selma
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Re: Madamchen 29.1.12

Beitragvon Selma » So 9. Jun 2013, 21:06

Was echt ätzend war: ich durfte oft nicht zum Stillen rein
Warum zur Hölle das denn???
Hübnerkind 11/12 GH
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