Wunderbare Erstgeburt!

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Selma
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Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Selma » Sa 24. Nov 2012, 10:30

Um 4 Uhr morgens platzt die Fruchtblase. Erst wenige Tropfen, ich gehe aufs Klo, halte mir das Stillkissen zwischen die Beine. Dann geht auf dem Klo der Schleimpfropf ab. Die kleine Menge Glibber vor 2 Wochen etwa, die ich als Propf einordnete, war wohl nur ein winziger Teil davon. Jetzt war klar, daß der Propf tatsächlich gelöst war. Gallertartige Masse, leicht hellrot durchzogen. Wieder im Bett mit Handtuch zwischen den Beinen geht mit jeder etwas kräftigeren Wehe, die unmittelbar eingesetzt haben, wieder Fruchtwasser ab.
Mit klopfendem Herzen liege ich da, versuche mich zu beruhigen. Langsam wird mir bewußt, daß heute unser Kind auf die Welt kommen wird. Ich atme gleichmäßig und bedacht wie beim Yoga. Ich will noch einmal schlafen, S. nicht wecken, noch ausnutzen, daß die Wehen nur ganz moderat und wie Menstruationsschmerzen sind. Ich schätze, daß sie im 10 Minutenabstand kommen. Ich schlummere vor mich hin. Schlafe aber nicht ein, denke ich. Bin jedoch um 6 Uhr überrascht, daß es schon 6 ist. Vielleicht habe ich doch geschlafen?
S. ist jetzt wach. Ich bleibe noch liegen und S. duscht, macht dann Frühstück.
Um 7 Uhr rufe ich die Hebamme K. an. S. räumt noch Sachen in unsere Tasche. Gefrorene Suppe wird bereitgestellt. Ich packe auch noch irgendetwas ein. Wir frühstücken, als K. kommt.
K. schaut nach dem Muttermund. Ich liege im Bad auf dem Teppich auf einem Handtuch. So habe sie auch noch keinen Muttermund getastet, sagt sie, lacht. Ich finde die Situation ganz normal, nicht ungewöhnlich. Zwei Zentimeter offen. Wenn die Wehen unter 6 Minuten sind, sollen wir anrufen. Ansonsten kommt sie auf jeden Fall um 12.30 Uhr nochmal. Ich denke: Die Wehen sind eh schon unter sechs...Und so ist es auch.
S. hat eine Stoppuhr aus dem Netz runtergeladen. Wir sitzen auf dem Sofa. S. gibt draußen den Vögeln Futter und wir beobachten sie, wie sie sich langsam an das Häuschen rantasten und und immer mutiger die Körner und Erdnüsse rausholen. Wehen sofort ab Messung alle vier Minuten. S. fragt, ob wir K. gleich anrufen sollen. Ich verneine, da sie gerade erst aus der Türe raus ist. Wir warten bist etwa 9 Uhr. Wehen alle 3,5 Minuten etwa, immer noch gut aushaltbar. Ich kann den Schmerz einfach hinnehmen, immer noch sehr menstruationsartig. K. sagt am Telefon, daß sie im Geburtshaus anruft und wir langsam losfahren sollen.
Wir fahren bei diesigem Regenwetter los. Noch ist alles relativ lässig. Ich vergesse das Obst daheim.
Um die Uhrzeit ist zum Glück auf der Autobahn nichts los. Im Auto werden die Wehen stärker, aber zurückgelehnt und weich auf einer Decke sitzend, geht es gut. Wir kommen nach etwa 50 Minuten an. Mit Kindersitz und Reisetasche steigen wir die Treppen hoch. B. macht auf, ich umarme sie. Ich hänge meine Jacke an der Holzwurzelgarderobe mit den bunten Knöpfen auf, dieses Bild nehme ich so intensiv wahr. Die bunten Garderobenknöpfe! Ich bitte S., mir die Stiefel auszuziehen. Ab dem Moment, an dem ich sie aus habe, verlasse ich das aufmerksame Bewußtsein. Ich wechsle in meine eigene Dimension. Ich bin gut angekommen, bereit für die Geburt. B. schlägt vor, ob ich nicht vielleicht erstmal auf Klo wolle. Gute Idee, ganz vergessen...denke nicht einmal ans Pipimachen nach der Fahrt, ich bin also wirklich „weggetreten“!
Ich will Orangensaft, Saft, irgendwas, Obst und Stückchen vom Bäcker. Die eingpackten Plätzchen in der Tasche interessieren mich nicht mehr. B. sagt zu meiner Freude, daß sie Orangensaft dahaben. S. geht gleich zum Bäcker und besorgt das Süße. Ich lege mich derweil aufs Bett. B. hört die Herztöne vom Kind ab. Das wird sie alle fünf Minuten machen, was mich noch nerven wird. Was mir auch, obwohl der Druck nur gering ist, regelrecht wehgetan hat. (Was müssen Frauen für Höllenqualen aushalten, die kristellert werden? Mir jetzt unvorstellbar.) In der Wehenpause schaut B. nach dem Muttermund, fragt mich aber vorher, ob sie darf. Sie darf, 3 Zentimeter. Der Befund ist mir egal. Ich bin schon außerhalb von Raum und Zeit und ich muß sowieso solange wehen, bis das Kind da ist.
S. läßt sich einen Kaffee machen. Er verläßt das Zimmer. Ich trinke Orangensaft. In den Wehenpausen beiße ich vom Quarkstückchen. B. meint, ich soll essen solange ich noch kann. Irgendwie hört sich das apokalyptisch an. Ich gebe mir Mühe und esse tapfer weiter. Wenn die Wehe da ist, wird mir fast schlecht, weil der Zuckergeschmack mich im Mund anekelt. Ist die Wehe vorbei, schlucke ich tapfer runter. Viel schaffe ich allerdings nicht. Ich stehe beim Essen abgestützt an der Wickelkommode. Die ganze Geburt durch trinke ich nur schlückchenweise. Bis auf das erste Glas O-Saft. Der Gedanke blitzt auf, verschwindet aber wieder: Sorge, während der Geburt genug zu trinken, aber nicht mehr auf Klo zu können, nicht loslassen zu können und mich mit einer vollen Blase zu quälen.
Ich laufe ein wenig im Zimmer umher. Versuche auf B.s Vorschlag hin, nochmal auf Klo zu gehen. Kann aber nicht, kommt nichts raus. Ich höre dabei S. in der Küche reden, Kaffee trinken. Ich stütze mich am Türrahmen, mache mich auf den Weg zurück ins Zimmer. B. und S. kommen aus der Küche zurück. B. fragt, ob ich vielleicht in die Badewanne will. Ich will. Den BH lasse ich an. B. fragt, ob der naß werden darf. Ich sage ja, wundere mich über die Frage...mann, mir ist doch egal, ob der naß wird oder nicht...Nebensache!
Sie läßt das Wasser ein. S. muß mein Bein über den Rand heben, Bein heben fällt mir schwer. Das warme Wasser tut mir gut. Es lindert die Wehen nicht, macht das Wehen nicht erträglicher, aber das Umschlungensein von Wärme beruhigt mich, gibt neue Kraft, wärmt mich einfach wieder auf. Ich habe die ganze Zeit über das Gefühl, mich kaum auf den Beinen halten zu können. Auch in der Wanne fält es mir schwer, eine Position zu finden, in der es nicht allzu anstrengend ist, mich aufrecht zu halten. Mein sonst unerschütterlicher Kreislauf fühlt sich so an, als würde er bald zusammenklappen. Das sagte ich B. schon bevor ich in die Wanne stieg. Tatsächlich habe ich aber Kraft. Es FÜHLT sich nur so an, als hätte ich keine. Irgendwo in mir weiß ich das.
Ich sage B., daß ich außerdem das Gefühl habe, daß ich einatme, aber keine Luft bekomme. Das sei wegen der Enge und dem Kind, ich solle atmen, ich bekomme schon Luft. B. atmet ab und an mit mir, ich mache aber lieber selbst. In der Wehenpause fühlt B. nochmal nach Erlaubnis den Muttermund. 7 cm. Ich werde gelobt. Eine Zeit später wird gesagt, daß die zweite Hebamme geholt wird. Das ist mehr als alles Muttermundgemesse das Zeichen für mich, daß nun ein nächster Schritt getan ist. Ich habe fast die ganze Zeit über die Augen geschlossen. Ich bin ganz bei mir. Auch beim Kind, aber mehr bei mir.
Die Hebamme wundert sich, daß ich so leise bin. B. animiert mich an mancher Stelle zum Tönen. Es bringt mir nicht wirklich etwas. B. sagt, daß ich das alles wohl mit mir selbst ausmache. So ist es.
Ich sitze nun in der Wanne, mache einmal kurz die Augen auf, sehe meinen Bauch. Der ist in Bewegung, krampft sich von ganz alleine zusammen! Ich habe ab und an kein Pause zwischen den Wehen. Ich hebe die Arme etwas beim Einatmen. Senke sie beim Ausatmen. Die Wehen schütteln mich, man hört es an meinem Ausatmen. Mein Körper preßt und drückt das Kind nach unten, ich presse in gewisser Weise mit, aber mehr aushaltend passiv als aktiv. Wehen dicht an dicht.
St. kommt, die zweite Hebamme. Ich sage Hallo. St. meint, sie hat mich schonmal wo gesehen, ich kenne das Gesicht nicht, kann auch gar nichts antworten, bin beschäftigt. Ich nehme die Wehen an. St. schmiert sich die Hände mit Desinfektionsmittel ein. Ich sehe es nicht mit geschlossenen Augen, aber ich rieche es. Ich sage, daß das Zeug stinkt. Alle sind erstaunt, daß ich den Geruch wahrnehme, obwohl ich in der Wanne ein gutes Stück von St. entfernt bin.
Ich soll mich an einem Tuch festhalten, daß über der Wanne hängt. Erstens nutzt mir das nichts, zweitens stinkt das Ding muffig. Das sage ich auch. St riecht daran und bestätigt das, meint, daß sei der Hygienespüler, mit dem das Tuch gewaschen wird, der so mieft.
S. sagt, das Wasser sei kalt, ob ich nicht mal raus will. Ich spüre, daß ich nicht weiterkomme im Sitzen in der Wanne. B. fragt, ob ich nicht knien, stehen versuchen will. Ich sage, daß ich mich wohl oder über von der Wanne verbschieden muß. Ich werde abgetrocknet. St. sitzt auf dem Boden im Zimmer und schreibt Protokoll. Sie lobt mich, sagt, ich mache das super. Ich denke, daß sie das bestimmt immer sagen, haha. Ob es stimmt oder nicht, ich bin aus mir selbst heraus motiviert. (Später stellt sich heraus, daß wirklich alles schnell ging, 4 Stunden, und ich gut mitgearbeitet habe). Die Hebammen wollen mich am unteren Rücken mit einem Öl einreiben. B. läßt mich erst riechen, ob ich das Öl überhaupt abkann mit meiner empfindlichen Nase. Ich will das miefende Öl keinesfalls auf mir haben! Alle außer ich lachen leise.
Ich knie jetzt auf Handtüchern vor einem aufblasbaren Ball. Mir ist kalt, ziehe ein T-Shirt an. Der Ball ist zu hoch. Ein Holzhocker ist da. Kissen drauf. Davor knie ich, stütze mich ab. Ich greife nach S.s Hand. Er streichelt meine Hand. Wenn ich etwas gefragt werde, antworte ich zu leise. Dann muß ich wiederholen, das strengt mich an. Auf Fragen, auf die ich keine Antwort weiß, reagiere ich einfach nicht. Manchmal weiß ich eben selbst nicht, welche Stellung o.ä. für mich angenehm wäre. S. denkt, daß ich so abwesend bin, daß ich die Fragen nicht mitbekomme. Ist aber nicht so!
Alle 5 Minuten wird mit dem Dopton der kindliche Herzschlag abgehört. Das nervt mich, der Druck, obwohl gering, tut mir weh. Die Herztöne sind immer gut. Das bekomme ich nicht mit. Ich weiß, daß es dem Kind gut geht. Ich sorge mich nicht.
Im Vierfüßler vor dem Hocker schmerzen meine Knie. Ich setze mich mit dem Rücken auf S.`s Schoß. Vom Fruchtwasser, das jetzt wieder abgeht, wird seine Hose ganz naß.
Ich habe mir vor der Geburt gedacht, daß ich das Kind im Stehen bekommen könnte. Weil mich mein eigener Körper aber so belastete, ich ständig das Gefühl hatte, nicht mehr lange stehen, knien oder sonstwas zu können, lege ich mich auf B.s Rat hin nochmal ins Bett. Die Wehen sind nicht mehr so kräftig, leichter zu ertragen, aber das beunruhigt mich, schließlich will ich ja vorankommen. Also stelle ich mich wieder auf, stehe im T-Shirt und nacktem Po auf die Wickelkommode gestützt. Ich trinke O-Saft und Wasser.
Ich soll mein Bein auf einen Hocker stellen. S. hebt es mir bei jeder Wehe auf den Schemel, ich selbst schaffe das nicht mehr. Das soll dem Kind mehr Platz schaffen. Das tut es auch, das spüre ich an den starken Schmerzen, die diese Turnerei mit sich bringt. Ich weiß, daß je mehr es mir weh tut, es desto leichter ist für das Kind.
Ich spüre, daß ein riesiger Kloß in meiner Hüfte steckt. Müßte ich gehen, könnte ich das nur noch breitbeinig. Ich frage, ob ich mitschieben soll. Die Wehen sind jetzt mit längeren Pausen, aber die Wehen an sich sind jetzt komischerweise nicht die schmerzhaftesten mehr. Aber ich soll jetzt ruhig mitschieben. Und das ist es, was dann weh tut. Schiebe ich, tuts weh. Und zwar ziemlich. Es fühlt sich so an, als dehnen sich meine Beckenknochen auseinander. Zusätzlich brennt es, die Haut tut weh. Ich frage mich, wie lange das jetzt alles noch andauern wird. Wie lange muß ich mir mit diesem Schieben bei hochgestelltem linken Bein noch selbst wehtun? 5 Minuten, eine Stunde?
B. sagt, daß ich meinem Kind den Platz schaffen soll, den es braucht. Ich gebe mir Mühe, den Schmerz zuzlassen, anzunehmen, mich nicht zu wehren. Das führt aber wieder dazu, daß ich mich kaum auf den Beinen halten kann. Mein Körper ist mir zu schwer. Außerdem ist mir kalt, es wird mir eine Decke über den ganzen Rücken und den Po gehängt. Wie eine Robe um mich herum verdeckt die Decke alles, auch was zwischen meinen Beinen vor sich geht.
Ich fasse nach unten, was ist das? Es müssen Haare sein. Huch, das ist ja dann schon der Kopf. Ich bin beruhigt, anscheinend muß ich diese Knochendehn- und Brennschmerzen nicht mehr allzulange aushalten.
Hinter mir räumen die Hebammen hektisch den Gebärhocker herbei und legen zum x-ten Mal Handtücher aus. Ich atme lauter und lauter, merke, daß mit dem nächsten Schieben der Kopf da sein wird. Ich fasse nicht runter, weil ich meine Hände solange als nötig zum Abstützen brauche. Ich will hinfassen, nachdem der Kopf da ist und dann das Kind auffangen. Ich schiebe und in dem Moment springt B. von hinten herbei, greift unter die Decke und fängt das Kind auf, das in einem Rutsch aus mir herausflutscht.
Mein Gedanke ist erstmal: Mist, ich bin bestimmt gerissen wenn das Kind in einem Flutsch kommt. Das wollte ich doch gar nicht so schnell! Und im gleichen Moment habe ich das winzige Wesen in den Händen. Da ist es ja schon! Wie schnell das am Ende ging!
Ich soll mich hinsetzen aufs Bett, ziehe das Kind an mir, auf mir hoch, es quäkt kurz, huch, nirgends Blut, es atmet, ja, bißchen Käseschmiere auf dem Rücken, auf dem Kopf. So viele dunkle Haare! Ich soll mich bequem hinsetzen. Flugs rutsche ich nach hinten, alle sind erstaunt, daß ich, vor einer Minute noch kraftlos, so stark bin. Von mir ist die Last abgefallen, mich so sehr sehr auf mich zu konzentrieren, ich kehre aus der Trance, der totalen Besinnung auf mich und den Körper zurück. Deshalb habe ich nun auch wieder Kraft.
Halt, was ist es denn überhaupt, Bub, Mädchen? Erst gucken ob am Kind alles dran ist. Beine auseinander. Oh, es ist ein Mädchen!!! Wärmende Decken werden gebracht, S. legt sich neben uns, gleich soll ich stillen. Das ist gar nicht so einfach! B. hilft mir. S. schneidet die Nabelschnur durch, als sie auspulsiert ist. Ich schneide auch ein Stück durch, weil ich wissen will, wie das ist.
Von Nachwehen keine Spur. Nichts ist da mehr. Ich schlage vor, daß ich ja auch einfach so mal pressen könnte. B. sagt, ich soll es auf der Toilette probieren. Ich hüpfe aus dem Bett. Mir geht’s blendend. Die Hebammen sind erstaunt, aber besorgt, daß mein Kreislaugf doch noch schlapp machen könnte. Dem ist aber wirklich nicht so. B. sagt, ich soll die Plazenta jetzt loslassen, die brauche ich nicht mehr. Ich schiebe die Plazenta auf der Toilette einfach aus mir raus. In der Kloschüssel liegt eine Nierenschale zum Auffangen. B. sagt, freudig zu St., daß die Nachgeburt auch da ist! Alles prima! Das Kind wird untersucht neben mir auf dem Bett. Alles in bester Ordnung.
Ich esse Schokocroissant, trinke ganz viel Wasser. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, fahren wir zu dritt abends nach Hause.
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Alva
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Alva » Sa 24. Nov 2012, 10:47

Ach schön! Herzlichen Glückwunsch nochmal! :blume:
Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder.
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon MyEvilTwin » Sa 24. Nov 2012, 16:22

Danke für den schönen Bericht und alles Gute für euch!!! :babyglueck:
Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten. (Jean Paul)

Hibbeltrine
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Hibbeltrine » Sa 24. Nov 2012, 23:19

Was für ein schöner und interessanter Bericht! Bewundernswert, dass du so in dir selbst geruht hast! Darf ich fragen, ob du das irgendwie "geübt" hast (in der Vorbereitung z. B.) oder ob du einfach vom Typ her so bist, dass du ein Gottvertrauen hast und leicht loslässt?

Falls du dich irgendwie "vorbereitet" hast, würde mich interessieren, wie du das gemacht hast (meditieren, etc.). Gerne auch per PN, wenn du hier nicht öffentlich antworten magst.

Herzlichen Glückwunsch zur Baby-Tochter und eine schöne Kuschelzeit! :princess: :venus: :flagge: :clap: :babyglueck:
- Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd (William Shakespeare) -

Es grüßt die Trine (Boardgrantlerin)

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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon louilein » Sa 24. Nov 2012, 23:20

:herzen: :rosabrille: :venus: :wolke:
Herzlichen Glückwunsch zu so einer tollen (Erst-)Geburt!!! :clap:
"Es ist was es ist, sagt die Liebe" (Erich Fried)

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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Felicitas » So 25. Nov 2012, 08:57

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt und zum kleinen Töchterchen :princess:
und Danke für den schönen Bericht :flagge:
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon alresha » So 25. Nov 2012, 09:54

Ein ganz toller Bericht! :daumen: Hat mich sehr berührt und auch gleich wieder Erinnerungen geweckt.

VG!
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Viele Grüße!
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Glühwürmchen
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Glühwürmchen » So 25. Nov 2012, 11:42

Wunderschöner, kraftvoller Bericht (ich bin immer wieder erstaunt an wieviele Details sich alle Mamis hier erinnern ... hoffe das geht mir auch mal so) :rainbow:
Vielen Dank für's teilen! :herzen:
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Selma
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Selma » So 25. Nov 2012, 14:26

Bewundernswert, dass du so in dir selbst geruht hast! Darf ich fragen, ob du das irgendwie "geübt" hast (in der Vorbereitung z. B.) oder ob du einfach vom Typ her so bist, dass du ein Gottvertrauen hast und leicht loslässt?

Falls du dich irgendwie "vorbereitet" hast, würde mich interessieren, wie du das gemacht hast (meditieren, etc.).
geübt habe ich das nicht.
Ich habe bis zum 6. Monat noch Yoga gemacht. Dabei konzentriert man sich ja auch sehr auf den eigenen Körper- das war bei der Geburt ähnlich.

Dann hatte ich das Glück, ab dem 3. Monat ein Beschäftigungsverbot bekommen zu haben, was mir viel zeit verschafft hat, mich über Geburt, Krankenhaus und Alternativen zu informieren. Da habe ich mich irgendwann mit meinem Wissensstand ganz gut gewappnet gefühlt. Ich w´ßte, was ich will und vor allem noch eher, was ich NICHT will.

Meditiert habe ich nicht, habe aber viel Zeit gehabt um schöne Dinge zu tun. Dabei ist man ja auch in gewisser Hinsicht abwesend, bei sich, bei der Sache usw. Also ich habe gebastelt, gemalt, gehandwerkt...

Ich habe vieeeeeel Sport gemacht. Ausdauer und körperliche Kraft helfen bei der Geburt sicher auch dazu. Ich wußte, ich bin "stark" genug für die Geburt.

Hauptfaktor: Letzter Arztbesuch zum dritten Ultraschall. Das war das Horrorerlebnis schlechthin. Danach wußte ich, daß ich im KH den Leuten da einfach ausgeliefert bin und mit selbstbestimmter Geburt und Mitbestimmung wahrscheinlich nicht zu rechnen ist. Dann bekam ich Panik. Dann habe ich in letzter Sekunde Alternativen gesucht. Die hatte ich vorher schon angedacht, aber nicht umgesetzt. Schließlich hatte ich die Alternative Geburtshausgeburt organisiert, Freund war endlich auch überzeugt, ab da war ich läääääässig. Ich war so sehr beruhigt, eine andere Möglichkeit als Krankenhaus zu haben, daß ich mich ab da einfach nur sicher gefühlt hab. Mir selbst hab ich vertraut, daß ich das schon machen werde.

Und mir war klar, daß ich mich voll auf die Schmerzen einlassen muß. Nicht Schmerz verhindern, Angst haben, sondern zulassen, annehmen. Dem Wunderwek Körper vertrauen. Der macht das schon. Ich selbst muß "nur" alles geschehen lassen.

So in etwa war das...! :flagge:
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Selma
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Re: Wunderbare Erstgeburt!

Beitragvon Selma » So 25. Nov 2012, 14:33

Mein Gedanke ist erstmal: Mist, ich bin bestimmt gerissen wenn das Kind in einem Flutsch kommt. Das wollte ich doch gar nicht so schnell!
Hihi, ahsoja, ich habwe das gar nicht aufgelöst!
Aalso ich bin dann NICHT gerissen, das war das erstaunliche dran...war gaaaaar nix! Keinerlei Verletzung!
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