Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

öffentliches Forum

Moderator: Hausgeburtsforum

marie_n_kaefer
Beiträge: 350
Registriert: Do 21. Aug 2014, 09:33
Kontaktdaten:

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon marie_n_kaefer » Mo 1. Jun 2015, 21:22

:hug: Danke für diesen ausführlichen, kraftvollen Bericht. Ich weiß nicht, was ich groß schreiben soll, ich bin sehr berührt und bewegt. Du bist eine starke Frau und hast die Situation meiner Meinung nach sehr gut gemeistert. Gräme dich nicht, auch wenn diese Geburt so endete, warst du doch absolut in Kontakt mit deinem Körper, der dir gesagt hat, dass etwas nicht stimmt. Ich sehe das keinesfalls als Versagen, im Gegenteil! Dein Körper und du und dein Kind, ihr ward eine Einheit und habt es gemeistert. Habt ein wunderschönes Wochenbett! :rosabrille:
**Nur mal schnell vom Handy getippt**
Der Große *03.02.2013 KH
Die Kleine *09.02.2015 AG

Benutzeravatar
Martha
Beiträge: 698
Registriert: Mi 2. Mai 2012, 08:35

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Martha » Mo 1. Jun 2015, 21:38

Ich weiß nicht ob ich dir zu deinem 7.kindlein schon gratuliert habe. Alles Gute für euch und ich bin tief beeindruckt von deinem Bericht. Das Gefühl hat entschieden und es war gut so. Was ist doch jedes Kind für eun besonderes Geschenk. Und jedes hat seine eigene Geschichte. Du kannst denke ich sehr stolz auf dich und deinen Körper sein. Ich bin tief beeindruckt von deinem Bericht, weiß ich doch auch was es an Kraft abverlangt, viele Kinder zu gebären. Jedes für sich ein unglaubliches wunder. Alles Gute für dich und deine Familie♡
95,96,98,2000,2002,2003,2006,2008,2010,2014 (3xKh, 7xHg)

kati
Beiträge: 585
Registriert: So 13. Mai 2012, 22:08

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon kati » Mo 1. Jun 2015, 21:52

liebe helen,

:hug:

danke für deinen bericht!

dass, du enttäuscht über den verlauf der geburt bist, kann ich selbst sehr gut nachvollziehen.
doch dein körper hat dich nicht getäuscht. ganz im gegenteil. er hat geschafft dir zu signalisieren, dass etwas nicht in ordnung ist, nicht rund läuft, wie du es nanntest. daher hast du alles geschafft und gemacht was nötig und richtig war. :flagge:

aber deine trauer ist richtig und gut. begegne ihr mit selbstmitgefühl. du darfst traurig sein. erst die trauer - dann die annahme!

fühl dich umarmt, alles liebe und gute für dich und deine große familie
Liebe, Licht & Frieden

herzliche Grüße

Kati

"Unsere Kinder sind nicht unsere Kinder..."

Josh 03/ 2001 Verlegung GH - KH ambulant
Luis 02/ 2004 HG
Rosalie 11/ 2008 HG
Engelchen 06 - 09/2011 HG
Hannes 08/ 2012 geplante HG selbstbestimmt im KH geendet

Benutzeravatar
Schneekönigin
Beiträge: 1583
Registriert: Do 3. Mai 2012, 12:42
Wohnort: Nähe H

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Schneekönigin » Mo 1. Jun 2015, 22:00

Danke für diesen umfassenden Bericht. Er gibt mir ganz viel Gewissheit, dass frau bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Trotz mehrerer anderer Geburtserfahrungen zuvor und absoluter Hausgeburtsüberzeugung. Auch wenn der Verlauf unerwünscht war und du verständlicher Weise traurig darüber bist - sei stolz, dass dein Körper dir Signale gab und du sie passend hast deuten können.
Dir gute Heilung und ganz herzliche Glückwünsche. :blume:
* 04/08 7. SSW
Winterling 28.02.09 einfache, spontane Belegeburt im KH
Schneeprinzessin 02.01.11 schnelle, spontane Beleggeburt im KH
Schnuppe 01.05.13 traumhafte, unkomplizierte Alleingeburt im Pool
Blümchen 19.08.15 erkämpfte, wundervolle Alleingeburt im Pool

DAIS Stillbegleiterin

Benutzeravatar
Rosine
Beiträge: 199
Registriert: Mo 7. Jan 2013, 13:44
Wohnort: Schweiz

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Rosine » Mo 1. Jun 2015, 23:23

Vielen Dank für den Bericht!
Ich kann mich den anderen nur anschliessen. Ich bin beeindruckt, wie du deinem Körpergefühl gefolgt bist, sogar als es dich zu einer Entscheidung gebracht hat, die du dir so nicht gewünscht hättest.
Es bringt mich auch wirklich zum Nachdenken, was du schreibst, dass wir oft vorschnell urteilen über (Wunsch-)KS, ich erwische mich auch oft dabei. Letztlich bleibt einfach die Dankbarkeit, dass es diese Möglichkeit doch auch gibt.
Dass du trotzdem traurig und enttäuscht bist, kann ich gut verstehen. Aber bitte sieh es nie als ein Versagen deines Körpers, er hat dir den Weg gezeigt und du bist ihn gegangen, das ist eine starke Leistung!
Alles Gute und geniess dein wunderbares Söhnchen! :wolke:
Honigbüebli (5/12, HG)
Süsse Maus (1/15, HG)

Benutzeravatar
Ardilla
Beiträge: 2309
Registriert: Di 1. Mai 2012, 10:37

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Ardilla » Di 2. Jun 2015, 08:20

Danke für deinen Bericht, liebe Helen! In vielem was du über die Enttäuschung schreibst finde ich mich wieder. Du hast es jetzt nach so kurzer Zeit schon zu akzeptieren gelernt, dies war euer Weg. Ich habe dafür einige Jahre gebraucht... Bewundernswert wie klar und reflektiert du von dieser Geburt schreibst.

Genießt euch nun ausgiebig!
Julitochter * 2001 (ambulante Beleggeburt)
Februarkerlchen * 2005 (Hausgeburt mit KS beendet)
Julimädchen * 2011 (Hausgeburt)

Benutzeravatar
Lilith
Beiträge: 4312
Registriert: Mo 3. Dez 2012, 13:06
Wohnort: Oberpfälzer Jura

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Lilith » Di 2. Jun 2015, 08:31

Liebe Helen, vielen lieben Dank für diesen unglaublich ausführlichen Bericht!

Ich schließe mich den anderen an: Es gibt Situationen in denen ein KS ganz klar angebracht ist und du hast es so weit es ging auf natürlichem Weg versucht und die Notbremse gezogen als es einfach keine sinnvolle Alternative mehr gab als das Kind und dich möglichst schnell aus dieser doch schon recht lang andauernden und gesundheitlich nicht mehr unbedenklichen Situation "rauszuholen". Dass das alles andere als optimal ist, kann ich verstehen. Es entspricht auch sicherlich nicht dem, was du dir für eueren Start ins gemeinsame Leben gewünscht hast. Aber du hast das Bestmögliche aus der Situation gemacht und ich finde es bewundernswert wie klar und selbstbestimmt du damit umgegangen bist!

Was die (Wunsch) KS angeht: Ich denke es kann durchaus sein, dass wir hier manchmal vorschnell urteilen. Jedoch glaube ich leider auch, dass viele Mütter beim ersten Kind so wie so und v.a. nach einer bereits vorhandenen Sectio oft viel zu schnell aufgeben und lieber gleich schneiden lassen. Dabei ist ja gerade bei Müttern mit nur einem Kind die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass nach einer sek. Sectio das zweite Kind problemlos vaginal geboren werden kann. Diese Mütter haben dann in meinen Augen eher ein Problem das vorangegangene Trauma aufzuarbeiten und sich auf eine vaginale Geburt einzulassen.
Das trifft, liebe Helen, auf dich ja aber nun so gar nicht zu. Denn seien wir ehrlich: Du fällst da ja eher aus der Statistik und bist beim 7. Kind (wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe) ja durchaus mit anderen Startbedingungen in die Geburt gegangen als eine Frau beim zweiten und evtl. nochmal 10 Jahre jünger ;)
Zwergenkönig 06/2011 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Sommerschnecke 08/2013 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Räupchen 06/2015 - AG aus BEL

AFS Stillberaterin i.A.

findus
Beiträge: 5
Registriert: So 15. Jul 2012, 12:21
Wohnort: Ostholstein

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon findus » Di 2. Jun 2015, 09:13

Liebe Helen,

vielen Dank für deinen Bericht und herzlichen Glückwunsch zu deinem Sohn.
Irgendwie erinnert er mich sehr an die Geburt meines Sohnes im letzten Sommer, auch wenn es mein erstes Kind war.
Dieses Gefühl es aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen und um das Bitten zu müssen, was man sich vorher nie vorstellen konnte (am Bericht arbeite ich noch).
Aber auch ich kann damit mittlerweile ganz gut leben, ich denke es spielt eine große Rolle wenn man die Entscheidung selbst getroffen hat und nicht übergangen wurde.
Ich wünsche dir alles Gute und noch eine schöne Babykuschelzeit.
Sohn 07/14 - abgebrochene Hausgeburt/KS
Überraschung 01/16 - HG geplant

Benutzeravatar
Josie2013
Beiträge: 3176
Registriert: Fr 3. Jan 2014, 13:53
Wohnort: Im Norden

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Josie2013 » Di 2. Jun 2015, 09:21

Danke, liebe Helen, für Deinen ausführlichen Bericht. Wie schön, dass Du so eine tolle Hebamme und Ärztin an Deiner Seite hattest, die Dich mit so viel Würde behandelt haben.

Was mir aufgefallen ist, Du schreibst:
Ich bin traurig wie die Geburt gelaufen ist. Traurig darüber das ich 6 Kinder problemlos gebären konnte und es dann beim 7. Baby nicht mehr "geschafft" habe. Traurig und enttäuscht auch ein Stück über meinen Körper, zu dem ich eigentlich immer eine sehr gute Verbindung hatte, ich ein sehr gutes Bauchgefühl habe und der mich bei dieser Geburt so schändlich im Stich gelassen hat. Meine Hebamme hat gemeint das ich so nicht denken sollte, schliesslich habe er 6 mal wunderbar funktioniert und manche Frau bekommt nach 2 Kindern Probleme, manche erst nach 12 Kindern und ich eben beim 7. Kind. " Früher"haben die Frauen 10 Kinder bekommen und sind beim 11 gestorben...niemand weiss was noch passiert wäre oder wie die Geburt verlaufen wäre, wenn wir noch weiter gewartet hätten...Hätte, Hätte...alles Spekulation.
Fakt ist...von Anfang an fühlte sich diese Geburt nicht rund an. Von Anfang an hatte ich ein schlechtes Bauchgefühl. Ich war nicht bei mir, konnte mit der Geburt und dem Ablauf nicht umgehen. Schliesslich dann die Infektion und die Reaktion meines Sohnes. Letzteres könnte man eventuell auf die Umstände schieben, natürlich bekommt mein Kind Stress ab wenn ich unter Stress stehe. Nichts desto trotz habe ich natürlich ein bischen Wehmut...es ist ein Gefühl des Versagt-habens, des nicht selbst geboren haben....und schliesslich der verpasste Geburtsmoment...
Ich kann verstehen, dass Du traurig bist darüber, dass Euer Start anders als geplant verlief. Aber, wieso hat Dein Körper Dich im Stich gelassen und Du versagt? Ich war beim Lesen im Gegenteil zutiefst beeindruckt davon, wie gut Dein Körpergefühl funktioniert hat und Dir jeweils genau gesagt hat, was zu tun ist. Anstatt hilflos die Verantwortung an Technik oder Ärzte abzugeben, hast Du bis ganz zuletzt auf Dein Bauchgefühl und Deine Erfahrung als Mutter gehört und selbstbewusst danach gehandelt - Besseres kann man für sich und sein Kind gar nicht tun... Ich ziehe den Hut vor Dir, ich glaube, ich hätte das nicht gekonnt.
Der Pirat 10/09 KH
Der Kosmonaut 06/14 HG
Die Prinzessin auf der Erbse 05/16 HG

Benutzeravatar
Lilith
Beiträge: 4312
Registriert: Mo 3. Dez 2012, 13:06
Wohnort: Oberpfälzer Jura

Re: Vom Geburtspool in den OP...wie alles ganz anders lief.

Beitragvon Lilith » Di 2. Jun 2015, 09:31

Was ich noch da lassen wollte: Wegen der Vollnarkose würde ich mich nicht grämen. Ich weiß durch die PDA beim Großen, dass ich das gleiche Problem haben würde wie du: mein linkes Bein reagiert kaum bis gar nicht auf die PDA und damit würde mir ebenfalls eine Vollnarkose im Fall der Fälle blühen. Das liegt bei mir eben an den Bandscheibenproblemen (wusste das zum Zeitpunkt der PDA ja auch nicht) und ganz ehrlich: Das ist für einen KS wirklicher Mist, aber auch hier gilt, dass sich manches einfach nicht anders machen lässt. :hug:
Zwergenkönig 06/2011 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Sommerschnecke 08/2013 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Räupchen 06/2015 - AG aus BEL

AFS Stillberaterin i.A.


Zurück zu „Krankenhaus-Geburtsberichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron