Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

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Lailachen
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Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Lailachen » Do 23. Apr 2015, 06:48

Beim dritten Kind wird alles anders!

Das ist glaub das Thema bei allem. Nach zwei Jungs kam nun ein Mädchen. Wir freuten uns sehr und hofften auf eine bessere Schwangerschaft als bei den Jungs. Leider war mir dass nicht vergönnt. Auch diesmal litt ich unter schlimmer Schwangerschaft-Übelkeit sogar bis ganz zum Schluss. Auch mit Vorgehen musste ich mich ab der 25 Woche wieder plagen und dieses Mal waren sie auch Muttermundswirksam was natürlich Angst machte.

Denn noch erreichten wir den Rufbereitschaftsbeginn. Ich war super glücklich! Immer wieder hatte ich stunden lang wehen, merkte aber diese reichen nicht für eine Geburt aus.

Dann in der Nacht vom 15.4. wachte ich um 23 Uhr auf mit Wehen und dem Gefühl irgendetwas ist hier anders. Ich wartete 45min und sagte dann meinem Mann er soll doch mal die Hebammen anrufen, ich hätte gerne jemand der gucken kommt. In dem Moment als er die Hebamme am Telefon hatte sprang die Blase und ich war so Froh. Endlich ein eindeutiges Zeichen. Unsere Maus will endlich zu uns kommen und mein leiden hat nun endlich ein Ende!

Die Hebamme kam dann so gegen halb eins. Die wehen waren regelmäßig alle 3 min Fruchtwasser ging auch immer wieder ein wenig ab. Und dann wurden die wehen weniger und waren um 2 Uhr fast weg. Sie kamen noch alle 20-25min. Ich war verzweifelt. Die Hebamme ging dann wieder. Und würde am nächsten Mittag wieder kommen, höchstens es nimmt wieder fahrt auf.
Doch nix tat sich. den ganzen Morgen und Tag nicht. die wehen waren ganz weg! Fruchtwasser kam nur noch ab und zu ein Tropfen. Wir probierten alles. Spazieren gehen, Öl, Bad, Globuli, Fußmassage...... Nix half.
Auch nach 24 Stunden nix. Also mussten wir uns von der Hausgeburt verabschieden! Ich war echt geschockt aber ich konnte auch nicht mehr so recht. Also ging es dann nachts in unsere Wunschklinik.
Da es eine alternative Klinik ist warten wir da sehr locker aufgenommen. Ich bekam dann Antibiotika und es wurde ein CTG geschrieben. Wir waren in einem Zehenzimmer und mein Mann bekam da einfach noch ein Bett mit reingeschoben. Der Plan der Klinik war. Solange ich kein Fieber bekam und das CTG weiter super war, wird nix gemacht.
So verging also die nächste Nacht und auch der Vormittag. Schlafen konnte ich trotzdem nicht. Fruchtwasser ging gar nicht mehr ab.
Langsam wurde ich nervös. Ich hatte Angst das es der kleinen doch nicht gut geht.
Kurze stillpause

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Meow
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Meow » Do 23. Apr 2015, 18:26

...laaange stillpause :grins:
7/2011 Hausgeburt
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irdalanem
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon irdalanem » Do 23. Apr 2015, 19:06

:grins: ich warte gespannt...
3x soviel Kinder wie Erwachsene

karinke
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon karinke » Do 23. Apr 2015, 19:37

Ich ebenso. Tönt nämlich spannend was bisher zusammen kam.
Bild
- 9.12.10 - KS nach erfolgreich eingeredeter Plazentainsuffizienz
- 28.8.12 - HG/ Weitsprunggeburt auf dem Heimischen Sofa
- 4.9.15 - HG mit Beule

Lailachen
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Lailachen » Fr 24. Apr 2015, 05:36

... doch etwas länger alles mit jetzt drei Kindern :-)

Ja irgendwie wurde ich nervös und lies mich nochmal untersuchen. Um festzustellen die Blase stand wieder. Es hatte sich sogar eine Vorblase gebildet.Die kleine Maus hatte also den Hohenblasensprung wieder verschlossen.
Ich entschied mich dann die Blase öffnen zulassen. Noch eine Nacht mit Antipode in der Klinik und diesem ungewissen wollte ich nicht eingehen. Also eröffneten sie mir die Blase um 17.30 Uhr.
Sofort kamen die Wehen auch im 2-3 Min Takt zurück. Mein Mann und ich blieben erstmal noch in unserem Zimmer und die Hebammen waren echt super lieb. Versorgten mich mit einer Mate, weil ich immer gerne im Kniestand bin. Und so verarbeitete ich ganz in Ruhe meine Wehen.
Ca gegen 18.45 Uhr zogen wir dann in den Kreißsaal um. Alles verlief wie ich es von der letzten Hausgeburt gewohnt war.
Im kreissaal genoss ich dann an meinen Mann gekuschelt den Gebärhocker um die wehen zu verarbeiten und ich muss sagen das war wirklich sehr intim und bei dieser Geburt fühlte ich mich so eins mit meinem Mann wie noch nie.
Doch um 20 Uhr veränderte sich aufeinmal etwas. Meine Lust nahm deutlich ab. Ich war verwundert, weil ich konnte mir nicht vorstellen, dass das nun schon die Übergangsphase war. Also rief mein Mann die Hebamme. Sie untersuchte mich und meinte erst 3cm!!!!! Ich war geschockt. Sie meinte dann der Muttermund wäre sehr sehr fest ich solle mich in seitenlange legen und so die wehen verarbeiten. Dies Tat ich dann. Doch auf einen schlag kamen die wehen nur noch alle 15 min. Aber die die da waren, waren so fies und so gemein, das ich fast schreien musste und an tiefes veratmen nicht zu denken war.
Das ging dann bis Kurz nach Neun so. Sonst waren wir echt immer allein, war echt schön. Dann kam ein Komisches Gefühl in mir auf. Mein Mann rief wieder nach der Hebamme. Sie kam untersuchte mich und meinte nur. Ihr Baby kommt Jetzt!!!!
Ich sagte noch dass kann doch nicht sein. Doch dann Rollte eine Wehe auf mich zu. Ich sprang nur von dem Bett in meinen Kniestand und die kleine Dame rauschte in einer Presswehe, die eine gefühlte Ewigkeit dauerte, aus mir raus.Es war da 21.16 Uhr
Johanna Helene war da, schrie! Mein Kreislauf war erstmal weg.
Als sie mich irgendwie wieder aufs Bett gehoben haben und ich etwas getrunken hatte kam auch mein Kreislauf wieder.
Johanne schlief da schon völlig ruhig auf meinem Bauch.
Die Plazenta kam dann nach ca 20min. Johanna blieb trotz sehr sehr Kurzer Nabelschnur angenabelt.
Ich hatte einen mini riss. Ich hatte mit deutlich mehr gerechnet!
Johannas masse Ku35cm, 3550g, 55cm.
Schlussendlich waren es fast 46 Stunden nach dem ersten Blasensprung.
Alles verlief total ruhig in der Klinik und würdevoll. Ich total frei in meinem Handeln. Wir blieben dann noch die Nacht und sind am nächsten morgen Heim.
Nach meiner Ersten Klinik Geburt (könnt ihr unter traumatischen Geburten lesen) und einer wundervollen zweiten Hausgeburt. Kann ich sagen ja ich hätte gerne nochmal das wunder einer Hausgeburt erlebt aber in dieser Klinik kann man würdevoll Gebären und ich muss sagen auch diese Erfahrung war sehr sehr gut.

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Josie2013
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Josie2013 » Fr 24. Apr 2015, 06:12

Das ist ein toller Bericht. Ich finde es super, wie sie Euch einfach haben machen lassen, so wie Du es wolltest, kein unerwünschtes Gefummle, keine Wehenmittel, einfach Geduld - und letztlich war es genau richtig so. So sollte es sein. Danke für den Bericht!
Der Pirat 10/09 KH
Der Kosmonaut 06/14 HG
Die Prinzessin auf der Erbse 05/16 HG

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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Lottamarie » Fr 24. Apr 2015, 06:27

Magst du vielleicht die Klinik nennen damit andere sie in Erwägung ziehen können?

Danke für den Bericht. War ja fast eine Alleingeburt in der Klinik :dudu:
Liest sich sehr stimmig

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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon weiße wölfin » Fr 24. Apr 2015, 07:08

Ich weiß, ganz böse, dass ich mich meinen vorschreiberinnen nicht so uneingeschränkt anschließen kann, aber ganz ehrlich, ich verstehe gar nicht, wieso 1. überhaupt verlegt wurde, 2. ohne Anzeichen von Infektion eine antibiose begonnen und dann noch, trotz wieder verschlossener blase die Geburt mit Eröffnung der selbigen eingeleitet wurde :?
Ich wäre wohl einfach wieder nach Hause gegangen :keinplan:

Aber nichts desto trotz, herzlichen Glückwunsch zur Geburt und willkommen kleines babymädchen.
LG Viola 09/75
Angelo 09/95 KH,
Danilo 12/01 KH amb.,
Delano 05/03 HG,

Aaliyah 09/11 HG
Jovina 11/15 HG

Hütet euch davor, eure Kinder zu Anpassungsakrobaten einer Welt zu machen, die ihr zutiefst ablehnt. Erziehung muß Weltverbesserung zum Ziel haben!
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Lilith » Fr 24. Apr 2015, 07:32

Ich weiß, ganz böse, dass ich mich meinen vorschreiberinnen nicht so uneingeschränkt anschließen kann, aber ganz ehrlich, ich verstehe gar nicht, wieso 1. überhaupt verlegt wurde, 2. ohne Anzeichen von Infektion eine antibiose begonnen und dann noch, trotz wieder verschlossener blase die Geburt mit Eröffnung der selbigen eingeleitet wurde :?
Ich wäre wohl einfach wieder nach Hause gegangen :keinplan:

Aber nichts desto trotz, herzlichen Glückwunsch zur Geburt und willkommen kleines babymädchen.
Ging mir irgendwie genauso.

Dennoch: Herzlichen Glückwunsch!!! :flagge:
Zwergenkönig 06/2011 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Sommerschnecke 08/2013 - vag. Geburt im KH, verlegte HG
Räupchen 06/2015 - AG aus BEL

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Lailachen
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Re: Versöhnliche Klinikgeburt nach Abbruch der Hausgeburt.

Beitragvon Lailachen » Fr 24. Apr 2015, 12:24

Also das lag teilweise an mir.

Also wegen der Verlegung das ist bei uns hier normal die Hebammen übernehmen nach 24 Stunden nach Blasensprung leider ja keine Haftung mehr und für eine Alleingeburt fühle ich mich nicht gewachsen.
Und die Antipode kommt dann ja auch ganz normal im KH. Ich hätte sie bestimmt auch ablehnen können aber ich war extrem verunsichert.
Meine vorherigen Geburten gingen ohne jegliches Vorzeichen einfach los und diesmal dieses Chaos ich habe mir wirklich Gedanken um das Kind gemacht und auch angst gehabt ob es einen Medizinischen Grund gibt warum die Geburt ja doch wieder Stoppte.

Das aufmachen der Blase geschah nur auf meinen Wunsch, die Klinik wäre auch ohne irgendwelche eingriffe (ausser 3 mal am Tag CTG schreiben für 20min und alle 8 Stunden Antibiotika) mit mir weiter gegangen bis sie sich entschieden hätte zu kommen. Aber ich war von den letzten Wochen einfach sehr geschwächt, konnte schon 2 Wochen kein essen mehr bei mir behalten und nur sehr wenig schlafen, das ich mir eine Ende herbei sehnte.

Die Klinik ist eine sehr gute Klinik In Filderstadt bei Stuttgart, die z.b. auch als einzige BEL vaginal entbindet.


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