Hausgeburt Minibär 2011

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Anma
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Hausgeburt Minibär 2011

Beitragvon Anma » Mi 10. Feb 2016, 11:53

LARS *12.10.2011
von Anma » Sa 15. Okt 2011, 20:46
Geburtsbericht von Lars 12.10.2011

Letzte Stunde Schwangeren-yoga.
Vor dieser Stunde hatte ich mich mit meiner Hebamme verabredet zum CTG schreiben, sie war am Freitag da gewesen und wir hatten uns über meine unkomplizierte Schwangerschaft unterhalten und dann meinte sie, komm einmal schreiben wir CTG und da ich eh in die Praxis musste zum Yoga verabredeten wir uns für davor.

Das CTG lief und unser Mini trat ein paar mal kräftig dagegen und eine größere Wehe ließ sich auch aufzeichnen, aber die hatte ich schon was länger immer mal wieder eine oder zwei aber nichts dolles.
Beim Yoga sollten wir dann unsere Ängste vor der Geburt auf den schwarzen Teller legen und uns bewusst machen und auch von unserer Vorstellung erzählen wie wir uns die Geburt vorstellen.
Meine Erzählungen von der Geburt endeten mit den Worten: „Von mir aus kann es heute nacht losgehen.“

Nach dem Yoga bin ich recht schnell ins Bett und auch gut eingeschlafen...
Um 2h wurde ich wach und wüsste erst mal gar nicht was los war. Erster Gedanke war, muss ich Pipi... nein, was habe ich geträumt, Auto... Unfall... Wehen... Wehen das könnte es sein. Also wieder versuchen einzuschlafen. Dann kam die nächste Wehe, noch ein versuch... und wieder nichts mit schlafen. Gut, dann bin ich um 3h aufgestanden um was zu trinken und mal zu sehen welche abstände die Wehen haben. Alle 10 Minuten, da geh ich doch noch mal ins Bett. Die Wehen ließen sich im Bett auch gut aushalten und gegen halb 4h kam unser großer zu uns ins Bett gekrabbelt, und brauchte einige Zeit bis er wieder einschlief. Erst dachte ich das die Wehen jetzt vielleicht aufhören oder weniger werden, aber dem war nicht so, kaum war er bei uns im Bett kam die nächste Wehe.
Gegen 5h dachte ich kurz über aufstehen nach, blieb dann aber liegen.
Um kurz vor 6h ging der Wecker von meinem Mann, ich hatte seit 4 stunden Wehen die stärker wurden. Also sagte ich ihm das er heute nicht zur Schule muss da heute unser Baby kommt.
Dann bin ich aufgestanden und unter die Dusche, Malte schlief noch.
Im Wohnzimmer und Küche haben wir noch was aufgeräumt und ich habe meine Hebamme angerufen, damit sie ihren Tag planen kann und meine Mutter habe ich angerufen damit jemand für Malte da ist, falls wir jemanden brauchen.
Christian fing an dem Pool aufzubauen und alles vorzubereiten.

Meine Hebamme kam um halb neun mit Brötchen zum Frühstück (Malte war gerade wach), untersuchte mich kurz (kleiner Saum, MM 3cm, alles schön weich) daraufhin haben wir dann beschlossen das sie noch zu ihrem Rückbildungskurs fährt und wir jederzeit anrufen können wenn es ernster wird. Spätestens um 12h ist sie wieder da.

In den zweieinhalb Stunden wurden die Wehen stärker und die abstände verkürzten sich.
Gegen 11h dachte ich, jetzt könntest du ins Wasser. Also haben wir angefangen Wasser in den Pool zulassen, was gefühlte Ewigkeiten dauerte. Christian und Malte spielten im Kinderzimmer und ich veratmete und vertonte die Wehen im Wohnzimmer auf dem Ball vor dem Kamin. Gegen halb 12h kam meine Schwester und nahm Malte mit, er wollte in jeder Wehe von mir wissen was ich mache, er war nicht beunruhigt aber langweilte sich, also war es für uns alle gut das seine Tante zeit für ihn hatte.

Um kurz nach 12 war unsere Hebamme wieder da und der Pool fast voll. Ich freute mich inzwischen richtig aufs Wasser. Die Wehen wurden immer intensiver und zogen in den Rücken und die Oberschenkel.

Um ca. 12:20h saß ich dann im Pool, es fühlte sich super an das warme Wasser, die Leichtigkeit, herrlich!

Nach zwei, drei Positionswechseln, hatte ich meine Position gefunden. Auf den Knien am Rand abgestützt, Christian lässt mir mit einer Kanne Wasser über den Rücken laufen, das tut vor allem in den Wehen so gut. In der Position platze nach ca. 2 weiteren Wehen die Fruchtblase. Von da an drückten die Wehen deutlich mehr nach unten und würden noch mal intensiver. In einer Wehe konnte ich ganz deutlich spüren wie unser Baby runterrutschte.
Auch musste ich die Wehen anders vertonen ich würde lauter und tiefer und versuchte im Mundbereich immer schon locker und weich zu bleiben, so wie im Yoga gelernt, es klappte erstaunlich gut und nach kurzer zeit kam schon die erste Presswehe mit der zweiten oder dritten Presswehe würde das Köpfchen geboren. Dann eine Wehenpause und dann war er da unser LARS... um 13:30h habe ich ihn aus dem Wasser gefischt. Er hatte einmal die Nabelschnur um den Hals und war etwas blau, was sich aber sehr schnell in einen rosigen ton änderte.
Was für ein Gefühl, es war so schön und berauschend!
Nach ca. 10 Minuten dockte Lars das erste mal an und stillte, da war die Nabelschnur noch nicht auspulsiert... WOW
Christian schnitt nach einer ganzen weile dann die Nabelschnur mit seinem Taschenmesser durch und nahm Lars, so das ich auch aus dem Pool klettern konnte.

Ich zog aufs Sofa und wir warteten auf die Plazenta... aber sie ließ auf sich warten. Meine Blase war voll und wenn ich mit schob drückte es so sehr auf den Darm...
Naja dann zog meine Hebamme an der Nabelschnur und schwups war sie da, sie lag schon vorne an und kam nur nicht an meiner Blase vorbei, war ich erleichtert als die Plazenta auch endlich geboren war.

Dann musste Lars noch durch die U1
53cm, 3400g, KU 34,5cm
Und dann KUSCHELN und STILLEN

Und den großen Bruder anrufen.

Ich habe die Geburt von Lars als schnell und leicht erlebt, ich habe alle Phasen der Geburt bewusst erlebt und konnte mich auf alle einlassen und zulassen was kommt.
In den Pausen war ich fit und fühlte mich rundum wohl und gut.
Und ich fühlte mich absolut selbstbestimmt, es gab nur eine Untersuchung und zwischendurch würden mal Herztöne gehört.
Es war für uns Perfekt!

Auch jetzt drei Tage nach der Geburt geht es mir sehr gut ich fühle mich noch sehr beflügelt von dem tollen Geburtserlebnis, die Nachwehen lassen langsam nach und vom Dammriss I° der mit 3 Ministichen genäht werden musste, merke ich nicht allzu viel... Ich hoffe er heilt gut und macht keinen weiteren ärger.

Lars ist ein super süßes Baby, den sein großer Bruder nicht aus der ruhe bringen kann, er stillt super, jetzt gibt es auch endlich Milch. Ich freue mich sehr auf die nächsten Zeit mit meinen beiden Jungs!
Anma mit großen Zwerg (HG 08/09) und Minibär (HG 10/11)
WinterSternchen (5/17) und einem FrühlingsWunder erwartet im März 2018

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Re: Hausgeburt Minibär 2011

Beitragvon SaTe » Do 11. Feb 2016, 10:44

Danke für's Teilen! Hört sich nach einer runden Geburt für dich an! :applaus:

Mcih würde interessieren: Wenn du jetzt, nach ein paar Jahren, deinen Bericht noch einmal liest, wie empfindest du dann? Kannst du deine Gefühle von damals noch nachempfinden?
Grüße von SaTe

Theodor 06/11 ungeplante HG
Josephine 08/14 geplante HG
Friedrich 03/17 ungeplante AG

Anma
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Re: Hausgeburt Minibär 2011

Beitragvon Anma » Do 11. Feb 2016, 12:02

Ich lese hier so gerne die Geburtberichte da wollte ich meine auch wieder teilen :rosabrille:

Ich denke sehr gerne an die Geburt von Lars zurück, sie war so stimmig und ich könnte mich ganz Reinfall lassen.

Ich lese den Bericht immer wieder gerne, und jedes mal fallen mir noch kleine Details ein die ich nicht erwähnt habe. Z.B. das ich irgendwann zum Ende sagte das die Wehen ja gar nicht so lang und die Pausen noch recht groß sind und meine Hebamme mich mit großen Augen anschaute und sagte Wehen Länge über eine min. Und Abstände von max 2 min. :shock: ich habe es nicht so empfunden :hypno:
Also ich kann es noch sehr nachfühlen und bin froh das ich den Bericht so kurz nach der Geburt geschrieben habe.
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Re: Hausgeburt Minibär 2011

Beitragvon Luggele » Do 11. Feb 2016, 13:15

Christian und Malte spielten im Kinderzimmer und ich veratmete und vertonte die Wehen im Wohnzimmer auf dem Ball vor dem Kamin.
That's why I love :hausgeburt:

Einfach so ein wunderschönes Bild... :herzen:
Luggele

2008 ELSS, 2009 FG ...dann langes Warten...

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08/2017 Noch ein Junge! Noch eine HG im Pool

Wer ist wie der HERR, unser Gott, der in solcher Höhe thront ? ...der die unfruchtbare Frau wohnen läßt als eine fröhliche Mutter von Söhnen. Hallelujah! Psalm 113,5+9


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