Rettet UNSERE Hebammen!

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Lillifee3
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lillifee3 » Fr 25. Sep 2015, 16:31

Ich könnte wohl höchstens den MuPa aus versehen verlieren, mir nen neuen Arzt suchen und da lügen?!?!
Das würde bei mir leider auch nie klappen. Meine Kinder sind grundsätzlich größer als die Norm. Da würde der ET, nach Ultraschall gemessen, noch mehr nach vorne rücken und mich noch mehr unter Druck setzen!!
Das geht ja nur, wenn die Kinder im Bauch absolut Normgroß sind (und das weiß man nicht vorher).


Wenn das Kind dann tatsächlich deutlich kleiner als ET geschallt wird, könnte das ja auch einen medizinisch relevanten Grund haben. Blos, dass kann Frau ja dann schlecht zugeben, dass sie vorher geschummelt hat.
Schließlich macht man Ultraschall ja nicht nur um ET´s zu bestimmen, sondern auch, um wirklich auffälliges festzustellen.
Eine echte Plazentainsuffizienz möchte ich nicht wissentlich mitverschleiern, nur um eine außerklinische Geburt zu erreichen.
Schwierig...
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Josie2013
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Josie2013 » Fr 25. Sep 2015, 17:02

Ein Glück habe ich wirklich die weltbeste Gyn, die ihre Praxis direkt im HG-Teamhaus hat und mir alles bescheinigen würde. Aber allein der Gedanke, auch dort jetzt gezwungenermaßen aufzukreuzen und bitte bitte darf ich mein Kind gebären zu sagen lässt mich innerlich schreien.
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Lilith
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Lilith » Sa 26. Sep 2015, 06:51

Nach der letzten Geburt muss ich ehrlicherweise eingestehen, dass mich der FA nur zum FeinUS inkl. dem Rezept für die Anti-D sehen würde und sonst nicht. Ich würde aber wohl wieder eine AG ins Auge fassen und die Hebamme nur im Notfall in Anspruch nehmen. Wenn's zwingend nötig wäre für die KK, würde ich mich wohl in nem KH anmelden und dann halt einfach nicht hingehen. Kam halt dann zuhause zu schnell und ich hab meine Nachsorgehebamme dann zur Plazentageburt gerufen.

Wo ein Wille, da auch ein Weg ;)

Unfair ist es dennoch. Aber ich erwarte mir vom System hierzulande diesbezüglich eigentlich nur noch weitere Repressionen.

Ich mutmaßen übrigens, dass die KH Lobby gut schmiert bei den Kassen. Im KH verduenen die abrechenden Verwsltungsfuzzis ja nicht selten so viel wie ein Oberarzt. Zumindest laut Eigenauskunft eines solchen Verwaltungenschen aus dem weiteren Bekanntenkreis.
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MyEvilTwin
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon MyEvilTwin » So 27. Sep 2015, 09:42

:blauge: :panik:
Ich kann nicht fassen, was hier passiert...
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HerbstMama
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon HerbstMama » Mo 28. Sep 2015, 08:32

Ich frage mich ernsthaft, was der Arzt bei ET+3 untersuchen soll, um über Klinik oder Hausgeburt zu urteilen. Fruchtwassermenge, Kindsbewegungen, meinetwegen auch Herztöne kann ich ohne ihn beurteilen. Da die Mehrheit der Ärzte keine Erfahrung in der Hausgeburtshilfe hat, weiß er nicht worüber da entschieden wird. Wahrscheinlich soll ich dann auch noch selbst für dieses ärztliche Attest aufkommen.
Ich sehe schon die nächste ärztliche Leitlinie herauskommen, die Ärzten verbietet, Hausgeburten zuzustimmen. Die Einstellung der DGGG dürfte bekannt sein: http://www.dggg.de/presse/pressemitteil ... es-risiko/ (Dez 2011)
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weib1969h
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon weib1969h » Mo 28. Sep 2015, 09:07

:gut.
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gina
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon gina » Mo 28. Sep 2015, 10:29

Sehr Putzig die Meinung dort. Jede 10. muss ins KH und dann werden bei mehr als der hälfte eine Sectio nötig. Das heißt also so ca. 6 - 7% brauchen einen Kaiserschnitt. Ja klar, sagt ja auch die WHO, wäre also genau im Rahmen. Liebe DGGG, dann sagt mir doch mal bitte in welchem Krankenhaus in Deutschland ich gebären kann mit 6 - 7% Kaiserschnittrate.

Komischerweise drehen sich die Herr- und Damschaften es sich dort so, dass diese große Studie, die in Großbritanien eine Empfehlung FÜR Hausgeburten brachte, hier eine absolute Katasthrophe ist.

Meine arme Tochter und armen Schwiegertöchter! Ich möchte nicht wissen wie ihr gebären "düft"!
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HerbstMama
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon HerbstMama » So 4. Okt 2015, 12:57

Mir stellt sich die Frage: Was können wir tun während wir auf die endgültige Veröffentlichung des Schiedsspruchs warten? Ich halte es nicht aus wie das Kaninchen vor der Schlange zu sitzen.
Ich habe hier nochmal Informationen, Kontaktdaten und Fragestellungen aus verschiedenen Beiträgen gesammelt, um einen Überblick zu schaffen.

INFORMATIONEN
* Pressemitteilung des DHV: https://www.hebammenverband.de/aktuell/ ... tpraemien/
* Pressemitteilung des Spitzenverbands der GKV: https://www.gkv-spitzenverband.de/press ... 298240.jsp
* Pressemitteilung des BfHD: http://www.bfhd.de/images/pdf/2015-09-2 ... spruch.pdf
*Newsletter des Netzwerks der Geburtshäuser: http://www.netzwerk-geburtshaeuser.de/w ... tzwerk.pdf

* Derzeit gültige Ausschlusskriterien für Geburtshäuser (unter §9), die als absolute und relative Ausschlusskriterien für Hausgeburten gelten sollen: https://www.gkv-spitzenverband.de/media ... trages.pdf

* Kommentare zum Schiedsurteil
Warum die Vorstellungen des GKV gegen geltendes Recht verstoßen: https://aberwehe.wordpress.com/warum-di ... verstosen/

Hebamme für immer: http://www.vonguteneltern.de/?p=5543

Sekt oder Selters?: https://www.change.org/p/geburt-darf-ke ... u/13589895

* Rundfunkbeitrag vom Deutschlandfunk zum Thema: http://www.deutschlandfunk.de/dlf-audio ... ast_id=148


KONTAKTE
In Briefen, Anrufen und Mails an unsere "Vertreter" als Krankenversicherte, Patienten und Bürger können wir unsere Fragen, Sorgen und Ärger loswerden

* eigene Krankenversicherung

* GKV: Tel.: 030 20 62 88-0 (Empfang)/GKV-Pressestelle:
Ann Marini 030-206288-4210 oder Frau Widmaier 030-206288-4211
Mail: presse@gkv-spitzenverband.de oder hebammen@gkv-spitzenverband.de

* Bundespatientenbeauftragter Karl-Josef Laumann:
Anruf: Tel.: 030 184413421 oder Kontakt Patientenrechte: 030/18 441-3424
Brief: Adresse: Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie des Bevollmächtigten für Pflege
Friedrichstr. 108, 10117 Berlin

* Gesundheitsminister:
An den Staatsminister für Gesundheit
Herrn Hermann Gröhe
Friedrichstr. 108
10117 Berlin

* Schiedsstelle: schiedsstelle134a@gkv-spitzenverband.de


FRAGESTELLUNGEN
- Welche Untersuchungen sollen bei ET+3 vorgenommen werden, um weiterhin eine Hausgeburt anstreben zu können?
- Warum darf meine Hebamme die Sicherheit der Hausgeburt nicht selbst beurteilen?
- Brauche ich bei relativen Ausschlusskriterien ein ärztliches Attest oder reicht eine Eintragung der Untersuchung in den Mutterpass?
- Habe ich als Patientin das Recht die ärztliche Untersuchung abzulehnen (ohne mein Recht auf eine Hausgeburt zu verlieren)?
- Sollte der Arzt mir auf Grund seiner Untersuchung zu einer Klinikentbindung raten und ich mich gegen dessen Rat für eine Hausgeburt entscheiden, darf mich meine Hebamme weiter betreuen?
- Wie behalte ich im Fall eines absoluten Ausschlusskriteriums mein Recht auf freie Wahl des Geburtsortes?

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Felicitas
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon Felicitas » So 4. Okt 2015, 13:31

- Wie behalte ich im Fall eines absoluten Ausschlusskriteriums mein Recht auf freie Wahl des Geburtsortes?
Die Frage kannst du so nicht stellen. Manche Ausschusskriterien sind sinnvoll. Wenn die Angeschriebenen die Hausgeburtsfrauen für esoterische, räucherstäbchenschwingende Irre halten, die ihre siamesischen Zwillinge mit Plazenta Praevia zu Hause gebären wollen, weil die Tapete so schön ist, ist uns auch nicht geholfen.
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weib1969h
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Re: Rettet UNSERE Hebammen!

Beitragvon weib1969h » Mi 21. Okt 2015, 19:37

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