Hallo und danke für die Aufnahme :-)

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Moderator: Hausgeburtsforum

Sarah1989
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Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon Sarah1989 » So 26. Jun 2016, 23:56

Hallo ihr Lieben,

mir wurde dieses Forum von einem lieben Mitglied in einem anderen Kinderwunsch-Forum empfohlen. Erstmal möchte ich mich gerne bei euch vorstellen. Ich heiße Sarah, bin (in ein paar Tagen) 27 Jahre alt, verheiratet und wir haben eine dreijährige Tochter.
Die Geburt unserer Tochter verlief absolut nicht nach unseren/meinen Vorstellungen und eher traumatisch, ich hatte tagelang muttermundunwirksamen Wehen, die immer wieder pausierten, obwohl sie teilweise schon im 1-Minute-Takt kamen und musste nur am CTG liegen, durfte so gut wie gar nicht aufstehen, was unerträglich während den Wehenschmerzen war. Die Atmosphäre im Krankenhaus war wenig persönlich und man wurde eher behandelt als wäre man krank anstatt kurz vor einer Geburt. sadnew Nach einigen Tagen, in denen die Hebammen immer wieder sagten "Oh, Wehen im Abstand von nur 3 Minuten, Ihre Tochter wird sicherlich heute noch geboren." und aber nichts passierte und der Muttermund sich nicht öffnete, habe ich mich als die Ärztin mit mir gesprochen hat und gesagt hat, dass dies noch mehrere Wochen so weitergehen könnte, gegen den Rat der Ärzte und Hebammen "nach Hause entlassen". Die Wehen dort wurden schnell wieder schlimmer und im Abstand von 1 Minute haben wir einen Notarzt angerufen und sind wieder ins Krankenhaus gefahren. Der Muttermund hatte sich trotzdem nicht großartig geöffnet und war trotz wieder stundenlanger Wehen immernoch bei 1-2cm. Bei der Untersuchung platzte mir dann die Fruchtblase. Als ich dies der Ärztin gesagt habe, machte sie einen Fruchtwasser Test und sagte "Nein, die ist nicht geplatzt" (was mir aber kurze Zeit später bestätigt wurde). Ich fühlte mich generell nicht von den Ärzten und Hebammen dort ernst genommen und fühlte mich oft dumm und unfähig. Natürlich gab es dort auch nette Ärzte und Hebammen, das möchte ich auch erwähnen. Danach wurde mir eine PDA ans Herz gelegt, die ich zuerst nicht nehmen wollte. Die Hebamme sagte aber immer wieder, dass die Geburt noch sehr, sehr lange dauern wird und mit den Wehen im Abstand von einer Minute und einem Muttermund der nur 2cm geöffnet war, willigte ich schließlich ein.
Unter der PDA ging es mir viel besser, aber auch hier öffnete sich der Muttermund kaum. Außerdem konnte ich nun ausschließlich nur noch auf dem Rücken liegen. Ich bekam Fieber und die Herztöne meiner Tochter gingen während den Wehen extrem hoch.
Meine Tochter war übrigens Sternenguckerin.
Nach weiteren 16 Stunden war der Muttermund 8cm auf und ab dieser Zeit ging nichts mehr weiter. Wir warteten noch 3-4 Stunden und ich wechselte in den Vierfüßlerstand und in verschiedene Positionen aber es passierte nichts.
Die Ärzte sagten, dass nun ein Kaiserschnitt gemacht werden müsse. Mein absoluter Horror, gerade nach so vielen Stunden Wehen und am Ende war mein Gefühl habe ich doch versagt. Ich habe sehr geweint, weil ich das als absoluter Schock ansah, nun so kurz vor Ende meiner Geburt beraubt zu werden (genau so war mein Gefühl).
Nach dem Kaiserschnitt wurde mir gesagt, dass meine Tochter sich so im Becken verkeilt hatte, dass sie nicht auf natürlichem Weg hätte geboren werden können. Kein Wunder, wenn man nur auf dem Rücken liegen darf. Nicht eine Hebamme hatte getastet wie meine Tochter liegt...
Danach wurde mir Paracetamol gegeben und gesagt, dass ich auf Station stärkere Schmerzmittel bekommen würde. Oben angekommen wurden die Schmerzen dann schnell viel stärker. Ich klingelte und die Stationsschwestern sagten mir, dass ich doch schon Schmerzmittel bekommen hätte, was aber nicht stimmte. Die Schmerzen wurden schnell viel, viel stärker, unerträglich, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte und mir die Tränen an den Wangen herunterliefen. Nach 30-60min, als mein Mann etwas "Druck" machte, kam dann auch endlich jemand und mit dem Schmerzmittel ging es mir binnen Minuten deutlich besser.
Ich hatte anfangs echte Probleme den Kaiserschnitt anzunehmen und große Versagensgefühle (auch heute habe ich das noch).

Nun basteln wir an unserem zweiten Kind und schon jetzt mache ich mir viele Gedanken zur Geburt. Auf keinen Fall möchte ich so etwas noch einmal erleben und möchte dieses Mal selbstbestimmt gebären. Ins Krankenhaus möchte ich nur im Notfall, wenn Gefahr für das Kind oder mich besteht. Ob ich eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus haben möchte weiß ich noch nicht genau. Auch wenn die Geburt schon über drei Jahre zurückliegt, habe ich noch immer Angst vor einer Ruptur der Gebärmutter während den Wehen. Auch weiß ich nicht, ob man als Kaiserschnittpatientin im Geburtshaus gebären darf oder ob es Hebammen gibt, die einen zuhause betreuen würden.
Man sagt ja auch, dass die zweite Geburt meistens schneller verläuft. Auch da frage ich mich, ob dies für mich auch gilt, da ich ja einen sekundären Kaiserschnitt und keine "komplette" natürliche Geburt hatte.
Hach, ich habe viele Fragen und Ängste und hoffe, dass ich mich hier bei euch austauschen kann und darf :hallo:
Danke für alle, die bis hierhin gelesen haben! Hätte ich gerne kürzer gefasst, aber eine Geburt ist immer so individuell, dass ich dies alles erzählen musste.

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zorrochen
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon zorrochen » Mo 27. Jun 2016, 03:25

:willkommen:

Das tut mir sehr leid, dass deine erste Geburtserfahrung so eine unschöne und traumatische war!
Ich hoffe du bekommst das trotzdem noch gut aufgearbeitet und wirst versöhnt mit dir und deinem Körper und erlebst dann eine heilende zweite Geburt!

Jede Geburt ist anders und bei deiner Tochter war das Problem ja, dass sie nicht richtig eingestellt war.
D.h. das nächste kann also ganz normlal durchflutschen. Grad wenn du ein ekompetente Hebamme an deiner Seite hast (und die bewegen wirst können, wie du willst) sind dafür die Chancen sehr groß!

Ich wünsch dir noch viele hilfreiche Tipps! :princess:
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weib1969h
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon weib1969h » Mo 27. Jun 2016, 06:53

:princess: :willkommen:
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MaRi1113
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon MaRi1113 » Mo 27. Jun 2016, 07:54

herzlich willkommen :cap: und alles gute euch... Falls du es noch nicht gemacht hast... kannst du ggf mal mit einer Hebamme oder jmd anderen über deine Geburt zu sprechen, damit du gut in die zweite Schwangerschaft sterten kannst. Hier findest du vielleicht auch ein paar Antworten auf die Fragen, die dich hinsichtlich der ersten geburt beschäftigen. ich hatte auch so eine schwierige und lange erste Geburt und habe mein zweites und drittes Kind daheim geboren (übrigens beide Sternengucker). Alles ist möglich :rainbow:
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Meine drei Jungs:
Fusselkind 06/2011 (verlegte HG, KH - Saugglocke)
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Nordseekrabbe 03/2016 (stürmische HG, Wassergeburt)

Sarah1989
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon Sarah1989 » Mo 27. Jun 2016, 08:24

Guten Morgen und vielen Dank für eure lieben Worte und das nette Willkommen-heißen :knicks:

Das was ihr geschrieben habt, hat mir sehr viel Mut gemacht. :danke:
Könntet ihr kompetente Hebammen oder ein gutes Geburtshaus im Raum Frankfurt am Main empfehlen? Und wann meldet man sich am besten dort an? Noch bin ich ja nicht schwanger :)

Danke nochmal für eure Antworten!! Liebe Grüße, Sarah

SaTe
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon SaTe » Mo 27. Jun 2016, 08:44

Ach gucke mal. Da bist du ja! Wie schön! :hurra2:

Hier zwar unter anderem Nick aber umso herzilicher soll meine Berüßung ausfallen! Herzliche Willkommen! :willkommen: :yeah: :applaus: :cap: :hallo: kolobok-party-dancers :clap: mrgreen-dance

Ich hatte es dir ja schon geschrieben, ich bin sicher, du wirst hier viele gute Infos, Berichte und Ermutigungen finden. Wenn du für das restliche Forum freigeschaltet bist, kannst du in er Hebammensuche nach einer Hebamme in deiner Nähe suchen.
Du kannst sie anrufen, sobald du einen positiven Test in Händen hälst. Oder du rufst eine an, um deine erste Geburt einmal durchzusprechen. Möglichkeiten gibt es.

Viel Freude beim Stöbern!
Grüße von SaTe

Theodor 06/11 ungeplante HG
Josephine 08/14 geplante HG
Friedrich 03/17 ungeplante AG

MaRi1113
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon MaRi1113 » Mo 27. Jun 2016, 10:06

ich hätte eine hebammenpraxis in ffm, die ich empfehlen kann... suchst du eher nördlich oder südlich von ffm?
an sich könntest du dich auch schon in der kinderwunschzeit mit einer hebamme in verbindung setzen, gerade wenn du eine eher traumatische erste geburt hattest. schaden kostet ja nix. ansonsten ist die recherche schon nicht verkehrt, da du dich im raum ffm möglichst zeitig um ne hebamme kümmern musst. ich habe in der 7./8. SSW schon kontakt aufgenommen...
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Wynn

Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon Wynn » Mo 27. Jun 2016, 10:59

Herzlich Willkommen :hallo: auf dass die nächste Geburt nach deinen Vorstellungen abläuft :rainbow: :daumen:

Zorenka
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon Zorenka » Mo 27. Jun 2016, 12:08

:hallo: Willkommen!
In Frankfurt gibt es mindestens ein GH in Bornheim, mit dem meine Freundin zufrieden war. Ob die nach KS betreuen, weiß ich aber nicht. Und Millas Hebammenpraxis, die nur HG machen und mich auch nach KS genommen hätten.
Ich hab die Narbe übrigens nicht einmal gemerkt während der Geburt, auch wenn es nicht grade schnell ging.
Alles Gute dir.
Räuberwichteline Okt. 2011 (KS) und Novemberbub 2015 (GH)

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Josie2013
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Re: Hallo und danke für die Aufnahme :-)

Beitragvon Josie2013 » Mo 27. Jun 2016, 12:16

Herzlich willkommen!
Ich möchte dir auch Mut machen. Deine Geburt klingt größtenteils sehr ähnlich wie meine erste. Ich hatte zwar keinen Kaiserschnitt zum Schluss, aber auch Wehen von Sonntag bis Donnerstag, war zwischendurch mehrfach im Kreißsaal wegen der starken Wehen und dann wurde ich doch wieder heimgeschickt, weil sich nichts tat am Muttermund...
Habe danach noch zwei kraftvolle HG gehabt und wünsche Dir sehr solch eine heilsame Erfahrung.

Da Dein Körper schon Wehen erlebt hat, bin ich sicher, dass mit guter Begleitung die nächste Geburt für dich viel einfacher wird! Viel hängt davon ab, wie wohl du dich fühlst, dich nach Lust und Laune bewegen kannst... Dann wird sich ein Baby auch besser richtig einstellen können.
Meine Kinder hatten alle drei Schwierigkeiten beim einstellen des Köpfchens und bei den HG war das komischerweise gar kein Problem, meine Hebamme hat mir voller Ruhe und Vertrauen immer wieder Tipps gegeben, wie ich es den Kindchen leichter machen kann :hausgeburt:
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